VonSascha Karowskischließen
Beim Umbau der Schweren-Reiter-Straße will die Verwaltung lieber auf eine Brücke verzichten. Der Stadtrat will das Projekt aber nicht aufgeben.
München - Die Schwere-Reiter-Straße soll umgebaut werden, breitere Radwege sind geplant, mehr Raum für Fußgänger und Grünflächen. Dafür soll auf der Strecke die Rechtsabbiegespur entfallen, außerdem sollen 19 Parkplätze weg. Eine Brücke von der Heßstraße über die Schwere-Reiter-Straße soll es aber nicht geben. Die Verwaltung lehnt den vielfachen Wunsch aus Stadtrat und Bezirksausschuss aus Platzgründen ab. Kein Mut zur Brücke!
Radl-Brücke über die Schwere-Reiter-Straße: Stadträte wollen den Plan nicht aufgeben und Alternativen prüfen
Der Mobilitätsausschuss des Stadtrates befasst sich kommenden Mittwoch mit den Plänen. Vorgesehen ist der Umbau ab 2026, 18 Monate würde die Bauzeit betragen. Rund elf Millionen Euro sind veranschlagt.
Die Grünen wollen sich vom Brücken-Traum aber noch nicht verabschieden. Schließlich wäre der Überweg in Neuhausen als Teil des künftigen Radschnellweges nach Dachau vorgesehen. Stadtrat Florian Schönemann sagte unserer Redaktion: „Wir wollen das Referat beauftragen, eine andere Führung zu prüfen.“ Dabei würde die Brücke nicht von der Heßstraße in Richtung Rosa-Luxemburg-Platz führen, sondern rechts verschwenkt zur Thusnelda-Lang-Brumann-Straße. „Das wäre dann aber eine reine Radl-Brücke“, sagt Schönemann.
SPD-Stadtrat Andreas Schuster: „Für uns hat die Brücke nach wie vor eine Schlüsselposition für den Radschnellweg“
Auch SPD-Stadtrat Andreas Schuster hat die Brücke noch nicht begraben. „Für uns hat sie, neben der Schaffung bezahlbaren Wohnraums in der Heßstraße, nach wie vor eine Schlüsselposition für den Radschnellweg. Wir werden uns die Zusammenhänge genau darstellen lassen und behalten uns vor, die Brücke wieder aufs Tapet zu bringen.“
CSU-Stadträtin Veronika Mirlach: „Wir können uns an dieser Stelle weiterhin gut ein architektonisches Highlight vorstellen. Gerade für den Radverkehr brauchen wir eine gute verkehrliche Lösung im Münchner Norden.“
