VonWolfgang Schnetzschließen
Seine Fraktion und er waren in der Stadtratssitzung vom 27. Oktober 2017 gegen den Oktogon-Abriss: Grünen-Fraktionssprecher Sebastian Habermeyer. Im Vorfeld der Sondersitzung am 29. Januar spricht der Kommunalpolitiker jetzt von „Neubewertung“ und „Sinneswandel“.
Ist die Grünen-Fraktion in Sachen Oktogon noch einmal in sich gegangen?
Ja. Wir haben in zwei Fraktionssitzungen sehr viel Zeit darauf verwendet, alle Details noch einmal unter die Lupe zu nehmen, abzuwägen, zu diskutieren und neu zu bewerten.
Wird aus dem Nein vom Oktober also ein Ja?
Das kann ich so nicht für alle Fraktionsmitglieder pauschal beantworten. Aber einige Räte aus unseren Reihen haben nach der Debatte signalisiert, dass sie umschwenken und für den Abriss des Erkers stimmen. Ich werde auch mit Ja stimmen.
Was war der Auslöser?
Wir haben festgestellt, dass sich im Zuge der gesamten Debatte, so emotional sie auch gewesen sein mag, ein tieferer Dialog zwischen Stadt und Kirche entwickelt hat. So wurden einzelne Details im Gesamtkonzept noch transparenter. Insofern werte ich es nicht als falsch, dass wir im Oktober gegen den Abriss des Oktogons gestimmt haben. Da wurde ein fruchtbarer Prozess angestoßen.
