VonLucas Sauter Orengoschließen
München erwartet ein mit Spannung erwartetes Wochenende. So wie in jedem Jahr trifft sich die Weltpolitik in der Stadt – was wie immer Folgen für die Münchner hat.
Von Freitag, 13. Februar, bis Sonntag, 15. Februar 2026, findet im Hotel Bayerischer Hof am Promenadeplatz sowie im benachbarten Hotel „Rosewood Munich“ die 62. Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) statt. Zahlreiche Staats- und Regierungschefs sowie hochrangige Persönlichkeiten aus Politik, Militär und internationalen Organisationen werden erwartet. Dem Polizeipräsidium München liegen nach eigenen Angaben keine konkreten Gefährdungserkenntnisse vor, aufgrund der weltpolitischen Lage werde jedoch von einer erhöhten abstrakten Gefährdung ausgegangen, wie die Polizei in einer Mitteilung am Mittwochnachmittag (11. Februar) erklärte.
Sicherheitskonferenz in der Innenstadt: Polizei mit Appell an alle Münchner – diese Einschränkungen kommen
Rund um den Promenadeplatz hat die Landeshauptstadt München per Allgemeinverfügung zwei Sicherheitsbereiche ausgewiesen. Der innere Bereich (Sicherheitsbereich A) ist ausschließlich mit Akkreditierung zugänglich. Im äußeren Bereich (Sicherheitsbereich B) müssen Personen ein berechtigtes Interesse nachweisen – für Anwohner und Kunden der anliegenden Geschäfte werden entsprechende Korridore eingerichtet. Zudem wurde vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr von Donnerstag, 12. Februar, 7 Uhr, bis Sonntag, 15. Februar, 19 Uhr, ein Flugbeschränkungsgebiet über der Münchner Innenstadt erlassen, das auch Drohnen umfasst. Dieses erstreckt sich in einem Umkreis von rund 5,5 Kilometern um den Sendlinger-Tor-Platz – etwa vom Olympiapark bis zum Perlacher Forst. Verstöße werden strafrechtlich verfolgt, Drohnen sichergestellt.
Polizeivizepräsident Christian Huber
„Bitte zeigen Sie die notwendige Gelassenheit und haben Sie Verständnis, dass es an diesem Wochenende zu Einschränkungen für die Bürgerinnen und Bürger kommt. Nutzen Sie für Besuche der Innenstadt, soweit möglich, den öffentlichen Nahverkehr. Seien Sie aufmerksam. Wenn Ihnen etwas verdächtig oder merkwürdig vorkommt, sprechen Sie unsere zahlreichen Einsatzkräfte an oder nutzen Sie den Polizeinotruf 110. Sollten Sie Fragen zum Polizeieinsatz haben, nutzen Sie auch gerne unser Bürgertelefon.“
Sicherheitskonferenz in München: Zahlreiche Demos erwartet
Im Umfeld der Konferenz sind zwischen Donnerstag und Sonntag zahlreiche Versammlungen angemeldet, der versammlungsstärkste Tag wird der Samstag, 14. Februar, sein. Unter anderem wird auf der Theresienwiese eine Kundgebung im Zusammenhang mit den Geschehnissen im Iran erwartet, bei der die Polizei aufgrund überregionaler Mobilisierung mit einer hohen Teilnehmerzahl rechnet. Eine weitere kritische Versammlung zur MSC soll sich mit bis zu 4000 Teilnehmern durch die Innenstadt bewegen. Autofahrer müssen mit erheblichen Verkehrseinschränkungen rechnen: Ab Mittwoch gelten zahlreiche Haltverbotszonen, Fahrzeuge werden konsequent abgeschleppt. Auch der Trambahn-Verkehr auf den Linien 19, 21 und N19 über den Promenadeplatz wird von Freitag, 5 Uhr, bis Sonntag, 16:30 Uhr, unterbrochen.
Zur Bewältigung der Einsatzlage setzt das Polizeipräsidium München ab dem 12. Februar bis zu 5000 Beamtinnen und Beamte ein. Da parallel bundesweit Faschingsveranstaltungen stattfinden, werden neben Kräften aus Bayern und dem gesamten Bundesgebiet auch Polizisten aus Österreich, der Schweiz, Frankreich und den Niederlanden unterstützen. Einsatzleiter ist Polizeivizepräsident Christian Huber, der die Bevölkerung um Gelassenheit und Verständnis bittet und empfiehlt, für Besuche der Innenstadt den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen. (Quelle: dpa) (lso)
Rubriklistenbild: © Tobias Hase dpa

