VonGabi Wernerschließen
Wie es mit dem alten Jodbad-Gelände weitergeht, ist noch immer unklar. Bei der Bürgerversammlung beteuerte der Rathaus-Chef aber: Die Gemeinde werde keinen Millimeter von ihrer Planung abweichen.
Bad Wiessee – Die Schweizer Firma Sports Medicine Excellence Group (SME) hat als Investor der Gemeinde Bad Wiessee längst den Rücken gekehrt. Statt des versprochenen Luxushotels und eines Medizinzentrums hinterließ die Firma eine Brache im Herzen des Kurorts. Auf dem 18.000 Quadratmeter großen Areal des einstigen Jodschwefelbads hat sich seit Abzug der Baumaschinen kaum noch etwas getan – lediglich die denkmalgeschützte Wandelhalle wurde nach langem Gezerre notdürftig abgesichert. Nun kam das Thema bei der Wiesseer Bürgerversammlung im Postsaal wieder einmal auf den Tisch.
Beim Thema SME muss Bürgermeister erstmal zum Bier greifen
Wie es auf dem Gelände weitergehe, wollte Diana Grelka wissen. Eine simpel klingende Frage, die dem Bürgermeister zunächst einen tiefen Schluck aus seinem Glas abverlangte. „Wenn es um SME geht, muss ich zum Bier greifen“, meinte er. Tatsächlich viel Neues berichten konnte der Rathaus-Chef nämlich nicht. „Das ist eine erbärmliche Brache“, räumte er ein. Fest steht: Das Unternehmen SME mit seinem Geschäftsführer Florian Kamelger wolle das Grundstück verkaufen – „der will sein Geld verdienen“, sagte Kühn. Fest steht laut dem Bürgermeister aber auch: Die Gemeinde werde „keinen Millimeter“ vom bestehenden Bebauungsplan abweichen. Und man werde mit keinem Investor sprechen, ehe er das Grundstück nicht gekauft habe.
Bebauungsplan lässt keine Wohnbebauung auf dem Areal zu
Der Bebauungsplan gibt vor, dass auf dem Grundstück ausschließlich eine Gesundheitseinrichtung und ein Hotel möglich sind – eine andere Nutzung, etwa Wohnbebauung, ist hier für den Gemeinderat kein Thema. Ansonsten wäre das Areal vermutlich längst verkauft.
SME-Chef Kamelger beteuert: Es ist Bewegung drin in der Sache
Grundsätzlich scheine das Interesse an dem ehemaligen Jodbad-Gelände hoch zu sein, meinte Kühn noch. „Wir bekommen wöchentlich Anrufe im Rathaus.“ Auch mit Kamelger habe er erst kürzlich telefoniert, berichtete der Bürgermeister. Dieser habe beteuert, „dass Bewegung in der Sache drin ist“. Bezüglich der Zukunft des Geländes betonte Kühn: „Wir fahren hier eine ganz klare Linie – das Areal ist zu wichtig für Bad Wiessee.“
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