Holetschek treibt die Idee voran

Soziales Pflichtjahr für junge Männer und Frauen? Uns interessiert Eure Meinung dazu

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Ein junger Mann arbeitet als Hilfskraft in einem Seniorenheim (Symbolbild).
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Bayerns Bevölkerung befürwortet einen sozialen Pflichtdienst: CSU-Fraktionschef Klaus Holetschek verspürt nach dem Ergebnis einer repräsentativen Umfrage Rückenwind für die Idee eines sozialen Pflichtjahrs für junge Männer und Frauen. Das finden nicht alle gut.

München - Laut einer repräsentativen Umfrage des Instituts dimap im Auftrag der CSU-Fraktion befürwortet die Mehrheit der bayerischen Bevölkerung die Einführung eines verpflichtenden Gesellschaftsjahres für junge Männer und Frauen. Laut der Umfrage, über die BR24 berichtete, halten 66 Prozent der Bayern die Idee des Gesellschaftsjahres für „eher gut“ oder „sehr gut“. Die Zustimmung zieht sich laut Angaben durch alle Altersgruppen, mit einer Ausnahme: Bei den Unter-25-Jährigen, die von der Pflicht betroffen wären, befürwortet lediglich eine Minderheit von 44 Prozent die Idee.

Vorschlag erfährt Gegenwind

Der Pflichtdienst soll sich über ein Jahr erstrecken und „flexible Modelle, die verschiedene Lebensentwürfe abdecken, um den jungen Menschen ein möglichst breites Spektrum an Auswahlmöglichkeiten“ bieten. Als Beispiel nennt nennt das CSU-Papier Kirchen, Hilfs- und Blaulichtorganisationen und die Jugendarbeit in Vereinen. Trotz Kritik von Seiten des Bayerische Jugendrings und des Sozialverbands VdK, sieht sich CSU-Fraktionschef Klaus Holetschek durch die Umfrage bestätigt und will die Idee des Pflichtdienstes an der Gesellschaft weiter vorantreiben. VdK-Präsidentin Verena Bentele sprach sich dafür aus, die Anreize für die bestehenden Freiwilligendienste auszubauen, anstatt den Dienst zu verpflichten.

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