- VonWolfgang Schörnerschließen
Der Hörmann-Konzern hat mit einer Stellungnahme auf die Kritik des Penzberger HAP-Betriebsrats reagiert, der Zusagen für Abfindungen fordert.
Penzberg – Der Hörmann-Konzern sieht aktuell keine Notwendigkeit, über einen Sozialplan zu diskutieren. Das erklärte das Unternehmen in einer Reaktion auf die jüngste Kritik des Penzberger HAP-Betriebsrats, der Zusagen für Abfindungen einfordert.
Die „Hörmann Holding“ erklärte in ihrer Stellungnahme, dass das Penzberger Werk nach Auslaufen des Ergänzungstarifvertrags zum 31. Dezember 2018 in eine wirtschaftlich schwierige Lage geraten sei. Thema der Einigungsstelle – dort verhandeln HAP-Geschäftsführung, Konzern, Betriebsrat und IG Metall – sei „die Verlagerung eines stark verlustbehafteten Produktspektrums in das Schwesterwerk in die Slowakei, um die kontinuierlich ansteigenden Verluste im Werk Penzberg schnellstmöglich zu begrenzen“. Durch diese Verlagerung seien keine Stammarbeitsplätze in Penzberg unmittelbar betroffen, so der Konzern. Die Unternehmensleitung habe dies bereits bei der Einigungsstelle erklärt. Als Ergebnis des jüngsten Termins am 26. Februar seien „konkrete Aufgaben für beide Seiten definiert“ worden, unter anderem weitere Stellungnahmen und der Entwurf einer Betriebsvereinbarung für diese Verlagerung. Nächster Termin der Einigungsstelle ist am 20. April.
Weil durch eine Verlagerung direkt keine Arbeitsplätze betroffen seien, so der Konzern, gebe es „keine Notwendigkeit für Diskussionen über einen Sozialplan oder die Finanzierung eines Sozialplans“. Auch über das Zukunftskonzept oder Alternativen sei noch nicht entscheiden. Der Konzern bezeichnet die Äußerungen des Betriebsrats vor diesem Hintergrund als „zum heutigen Zeitpunkt nicht nachvollziehbar und kontraproduktiv“.
Der Betriebsrat hatte, wie berichtet, kritisiert, dass es noch keine Zusagen für Abfindungen gebe, und das Unternehmen aufgefordert, bei Arbeitsplatzverlusten Abfindungen gemäß Sozialplan zu zahlen. Wie berichtet, wird befürchtet, dass durch ein „Zukunftskonzept“ 400 der 600 Stamm-Arbeitsplätze in Penzberg verloren gehen könnten.