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Nach dem Wettbewerb steht ein Plan fürs neue Stadtviertel Fliegerhorst fest. Beim Info-Markt erfuhren die Bürger den Fahrplan für die nächsten Jahre.
Fürstenfeldbruck - Mit dem Info-Markt „Vielfältiges Zukunftsquartier Fliegerhorst“ beginnt eine weitere Etappe zur Konversion des Fliegerhorstes. Mit der Beauftragung der Rahmenplanung sei man einen Schritt weiter im langen Planungsprozess, sagte OB Christian Götz. Bevor sich die Öffentlichkeit im Säulensaal des Veranstaltungsforums ein Bild über die Pläne machen konnte, wurden die Anrainerbürgermeister aus Olching, Maisach und Emmering von Konversionsmanagerin Nadja Kripgans-Noisser, Tanja Jauernig und Projektleiterin Jana Gregorczyk von Adept sowie Birte Wiele vom Kommunikationsbüro Hendricks & Schwartz über die nächsten Schritte in den kommenden drei Jahren informiert.
Glücklicherweise habe das Kopenhagener Büro Adept, das vor einem Jahr als Sieger aus dem Planungswettbewerb hervorging, auch diesmal den Zuschlag erhalten, so Götz. „Nun sollen die Entwürfe des Wettbewerbs weiter vertieft werden.“ In den Rahmenplan sollen die Ergebnisse mehrerer Gutachten eingearbeitet werden, beispielsweise ein Verkehrsgutachten, eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung, ein Regenwassermanagement, der Klimaschutz, Artenschutz und auch der Denkmalschutz.
Fertige Pläne beim Abzug
„So wird die Entwurfsplanung des Wettbewerbs immer weiter verfeinert und der Realität zugeführt“, sagte Götz bei der Pressekonferenz. „Im Idealfall könnten wir in drei Jahren am Ende dieser Rahmenplanung in die Umsetzung starten.“ Ganz so schnell wird es aber nicht gehen. Denn der Abzug der Bundeswehr wurde – Stand jetzt – auf 2030 verschoben. „Danach aber glauben wir nach wie vor daran“, sagte Götz. Es gebe von offizieller Seite keine gegenteiligen Infos.
„Wir freuen uns total, dass es losgeht“, sagte Nadja Kripgans-Noisser. Mit dem Info-Markt wolle man auch der Bevölkerung vermitteln, dass es keinen Stillstand gebe, sondern weitergehe. Die Konversionsmanagerin lobte die fruchtbare Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro Adept.
Auf Grundlage des Auslobungstextes werden die Vorstellungen von Stadt und Planungsbüro einem Realitätscheck unterzogen. „Wie bringen wir das Konzept, das uns im Wettbewerb so überzeugt hat, nun zum Leben?“, so Kripgans-Noisser. „Das ist unsere Aufgabe für die nächsten drei Jahre.“ Im ersten Schritt werden bis Jahresende die Wettbewerbsergebnisse mit dem Wettbewerbsbüro überarbeitet. Auch Zwischennutzungen möchte man sich relativ früh überlegen, so Kripgans-Noisser. „Wenn die Bundeswehr abgerückt ist, werden wir nicht gleich loslegen können und leerstehende Gebäude werden nicht unbedingt besser.“
Die Rahmenplanung soll so konkret sein, dass nach dem Abzug der Bundeswehr relativ schnell die Bauanträge gestellt werden können. „Es ist eine große Herausforderung für uns alle“, so Kripgans-Noisser. Die Öffentlichkeit soll regelmäßig informiert werden, mit mindestens einer großen Veranstaltung im Jahr. „Wir können nicht auf einer kleinen Insel planen, sondern wir planen für die Menschen hier und deshalb mit den Menschen.“