VonChristina Jachert-Maierschließen
Die Förderzusage des Freistaats für den Schaftlacher Kindergarten ist da. Geht alles nach Plan, beginnt der Bau im Herbst. Ende 2019 könnte Eröffnung sein. Es entstehen 37 Plätze.
Waakirchen – 2,2 Millionen Euro wird die neue Schaftlacher Kindertagesstätte der Kalkulation nach kosten, 576 000 Euro schießt der Freistaat als Förderung zu. Letzteres teilte Bayerns Familienministerin Kerstin Schreyer am Mittwoch mit. Die Mitteilung ist das Startsignal. Der Freistaat hat den Baubeginn abgesegnet, die Ausschreibung für den Neubau neben dem Erika-Sixt-Kindergarten kann beginnen. Geht alles nach Plan, erfolgt der erste Spatenstich im Herbst. Ende 2019 könnte der Kindergarten in Betrieb gehen, „Wenn alles gut läuft“, erklärt Gemeinde-Geschäftsführer Markus Liebl.
Mit dem Neubau entstehen 37 zusätzliche Plätze. Aktuell werden in dem Altbau 75 Kindergartenkinder in drei Gruppen und 24 Krippenkinder betreut. Die Zahl der Plätze reicht schon seit Jahren nicht mehr aus. So musste sich der Gemeinderat bei seiner Sitzung am Dienstagabend mit der Warteliste befassen, die es mit Start des Kindergartenjahrs im September wieder geben wird.
„Die Belegungssituation ist ausgereizt“, erklärte Bürgermeister Sepp Hartl (FW). Im Gemeinderat ging es um Mangelverwaltung. Nach welchen Kriterien werden frei werdende Plätze an Kinder vergeben, die auf der Warteliste stehen?
Zur Abstimmung kam ein Kriterienkatalog, den die Kindergartenleitung vorgeschlagen hat. Demnach haben Kinder Vorrang, die an fünf Tagen die Woche kommen, im Gemeindegebiet wohnen und bereits im Vorschulalter sind. Auch der Nachwuchs des Personals soll bevorzugt werden, sowie Integrationskinder, Kinder, die bereits die Krippe besucht haben oder deren Eltern wegen „beruflicher Besonderheiten“ einen Betreuungsplatz suchen. Geschwisterkinder stehen auf der Prioritätenliste weiter unten, was Alfred Finger (CSU) nicht gefiel. Nach Ansicht seiner Fraktion solle man den Umstand, dass bereits ein Kind einer Familie die Kita besucht, stärker gewichten, meinte Finger. Auch Balthasar Brandhofer (ABV) wünschte sich die Reihung anders. Kinder, die schon in der Krippe waren, sollten bei der Vergabe der Kindergartenplätze höhere Priorität haben, meinte er.
Wie lang die Warteliste sein wird, ist laut Liebl noch nicht zu sagen. Einige Kinder könnten wohl noch im katholischen Kindergarten St. Martin in Waakirchen unterkommen.
