- VonSebastian Aicherschließen
Am Donnerstagmittag (31. Juli) beginnen auch in Bayern endlich die Sommerferien. Das erste August-Wochenende dürfte daher eines der staureichsten, wenn nicht sogar das staureichste der Saison werden. Autofahrende benötigen besonders viel Geduld – egal ob bei der An- oder Heimreise.
München/Landkreis – Wenn in den Mittagsstunden auch die Autofahrer aus Bayern in den Urlaub starten, haben alle deutschen Bundesländer Sommerferien. Dementsprechend voll dürfte es auf den Autobahnen und Fernstraßen in Bayern und der Region werden. Auch in Österreich drohen teils starke Probleme.
Es zeichnet sich laut ADAC aber auch eine Trendwende ab: Die Staus auf den Heimreiserouten werden (teilweise) länger als auf den Anreiserouten. In einer Woche enden nämlich die Ferien im Osten Deutschlands, eine Woche später in fünf weiteren Bundesländern (Bremen, Hessen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Saarland). Auch in vielen Regionen Skandinaviens steht das baldige Ferienende bevor.
Stauprognose ab dem 31. Juli: Die einzelnen Tage in der Übersicht
- Donnerstag (31. Juli): Ab dem Mittag dürfte das Verkehrsaufkommen auf den Autobahnen und Fernstraßen spürbar ansteigen. Einige Urlauber aus Bayern starten ihre Reisen bekanntlich direkt nach Schulschluss, zusätzlich setzt gegen Abend hin in den Ballungsräumen der tägliche Berufsverkehr ein. Erschwerend kommt hinzu, dass der Donnerstag in Baden-Württemberg bereits der erste Ferientag ist und dementsprechend schon eine Reisewelle nach Bayern schwappt.
- Freitag (1. August): „Es ist ganztägig voll auf den Straßen“, prophezeit der Automobilclub Europa (ACE). Viele Reisende starten bereits früh am Morgen in den Urlaub. Während die Staugefahr in den letzten Wochen erst ab dem Freitagmittag anstieg, müssen Autofahrer in dieser Woche bereits ab dem Vormittag mit entsprechend hohem Verkehrsaufkommen rechnen. Ruhiger wird es laut den Verkehrsexperten erst im Lauf des späteren Abends.
- Samstag (2. August): Die Geduld der Autofahrer wird aller Voraussicht nach den ganzen Tag über enorm auf die Probe gestellt werden. Vor allem auf der A8 München-Salzburg sowie in Gegenrichtung und auf der A99 rund um München drohen Staus. „Auch im benachbarten Ausland ist mit vielen, teils sehr langen Staus zu rechnen“, so der ACE.
- Sonntag (3. August): Wer früh morgens startet, hat laut den Verkehrsexperten noch die besten Chancen, gut durch den Verkehr zu kommen. Im Lauf des Vormittags füllen sich die Urlaubsrouten erneut zügig, ab dem Mittag wird es dann auch auf den Heimreisestrecken voll. Lebhaft geht es je nach Witterung auch auf den Straßen rund um Naherholungsgebiete zu – hier sorgen Ausflügler für zusätzliche Probleme. Entspannung ist erst abends in Sicht.
Festzuhalten bleibt, dass die kommenden Tage mancherorts zu einer echten Qual für Autofahrer werden könnten. „Wer flexibel ist, sollte ruhigere Alternativrouten planen oder auf einen anderen Reisetag ausweichen. Geeignete Wochentage sind Dienstag bis Donnerstag. Jetzt in der Ferienzeit ist wochentags der Berufsverkehr deutlich geringer. Dennoch sollte man auch hier die Rush Hour am Morgen und späten Nachmittag meiden“, erklärte ein Sprecher des ADAC.
Service:
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Die besonders staugefährlichsten Strecken in Deutschland:
- A7: Hamburg – Hannover und Würzburg – Ulm – Füssen/Reutte
- A8: Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg
- A93: Inntaldreieck – Kufstein
- A95/B2: München – Garmisch-Partenkirchen
- A96: München – Lindau
- A99: Umfahrung München
Lage auch in Österreich angespannt
Zu den Problemstrecken in Österreich zählen unter anderem Pyhrn- (A9), Tauern- (A10), Inntal- (A12), Brenner- (A13) und Rheintal (A14)-Autobahn sowie Fernpass-, Karawanken- und Gotthard-Route. Zudem ist auch die Baustellensituation in unserem Nachbarland vielerorts angespannt, unter anderem an der Brenner-Autobahn (A13) mit der Luegbrücke. „An den Wochenenden und Feiertagen bis Ende September läuft der Verkehr im Baustellenbereich aber generell zweispurig. Die Staugefahr ist dennoch hoch“, so die Verkehrsexperten des ADAC weiter.
In Tirol gelten entlang der Inntalautobahn (A12) und der Fernpass-Route an den Wochenenden Abfahrtssperren für den überregionalen Durchgangsverkehr. Auf der Reschenpass-Straße gibt es südlich von Pfunds aufgrund von Bauarbeiten einen wechselseitigen Einbahnverkehr. Eine Ausweichmöglichkeit besteht über die Schweiz. Der Pfändertunnel auf der Rheintal-Autobahn (A14) wird derzeit saniert. Immer wieder gibt es auch Nachtsperren einer der beiden Röhren. Erleichterung für Autoreisende: Die stauträchtige Großbaustelle der Tunnelkette Golling – Werfen auf der Tauernautobahn (A10) ist seit 26. Juni zu Ende. Die Tunnels sind wieder zweispurig befahrbar. rosenheim24.de hatte wiederholt berichtet. (aic)