Riesentrubel herrschte am Freitag auf der Lenggrieser „Dorfscheibn“: Zur „Sternennacht“ zeigte sich wieder einmal, dass im Brauneckdorf eine Menge los ist.
Lenggries – Das bezieht sich nicht nur auf diesen einen Abend, der mit einigen Essensständen, Musik an allen Ecken und dem garantierten Aufeinandertreffen von alten und neuen Bekannten punkten konnte. Auch der Einzelhandel bewies, dass individuelle Vielfalt auf der Runde zwischen Bahnhofsplatz und Kirchplatz herrscht. Bis 22 Uhr hatten die Läden geöffnet, oft gab es ein Begrüßungsgetränk, viel Muße zum Umschauen und persönliche Gespräche sowieso. Und das Wetter zeigte sich quasi in letzter Minute doch noch gnädig, sodass die vielen Besucher trockenen Fußes und ohne zu frieren den Abend genießen konnten.
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„Heut geht’s um unsere Gemeinschaft in Lenggries, und dass die Leute mal wieder sehen, was wir alles zu bieten haben“, fand auch Fotografin Bettina Krinner, die mit ihrem Laden in der Marktstraße natürlich dabei war. Wer vom Bummeln, Ratschen und Stöbern Hunger und Durst bekommen hatte, den verwöhnten die örtlichen Gastronomen und Geschäftsleute. Burger, Backfisch, Bratwurst und andere Leckereien ließen sich die Lenggrieser schmecken. Einziges Manko: Die Qual der Wahl und die langen Schlangen vor den Ständen.
Semhar Fissaheye und Adscha Milisch aus Eritrea luden am Stand der Asylbewerber zu einer duftenden Kaffeezeremonie mit dazu gereichtem Popcorn. Vor den neu eröffneten Räumen der „Müsikwerkstatt“ stauten sich die Zuhörer, bei „S’Elysion“, „Mamabua“ oder „Housemusi“. Von „La Bamba“ bis Reggae, von Pop bis Jazz – und natürlich ertönten auch bayerische Klänge – Lenggries war voller Musik und guter Laune, es schwirrte und summte geradezu an diesem Abend. Die stimmungsvolle Beleuchtung allerortens und das friedliche Miteinander taten ein Übriges, um eine „Einkaufsnacht“ zu einem wirklich tollen, gemeinsamen Dorf-Event zu machen. ig