VonAndreas Steppanschließen
Wie geht es mit den geplanten wichtigen straßenbegleitenden Radwegeverbindungen weiter? Der Tölzer Kurier fragte beim Staatlichen Bauamt nach.
Jachenau/Lenggries/Gaißach – Entlang der Staatsstraße 2072 fällt zurzeit vor allem eines auf: Die große Menge an gefällten Bäumen, die entlang der Fahrbahn gelagert sind. Sie sind ein unübersehbares Zeugnis des Einsatzes von schwerem Gerät, das Mitte Januar verwendet wurde, um den durch umgefallene Bäume versperrten Weg ins Sonnental wieder freizuschneiden.
„Als wir dort mit dem Harvester im Einsatz waren, haben wir an der Straße auch viele Bäume rausgenommen, die ein Risiko darstellten“, erklärt Martin Herda, für den Landkreis zuständiger Abteilungsleiter im Staatlichen Bauamt Weilheim. Auch einige größere Fichten seien dabei gewesen. „Deshalb ist dort jetzt eine deutlichere Auslichtung zu erkennen.“
Aktuell nichts zu erkennen ist unterdessen vom begonnenen Radwegbau zwischen Lenggries und der Jachenau entlang der Staatsstraße. Wie berichtet war im August 2018 vor dem Café Dannerer feierlich der symbolische erste Spatenstich in Anwesenheit von Ilse Aigner, damals noch bayerische Bauministerin, erfolgt.
Wieder aufgenommen werden sollen die Arbeiten nach Herdas Auskunft im Frühjahr. „Aber dazu muss erst der letzte Schnee weg sein“, erklärt er. Ansonsten bleibe es bei der bekannten zeitlichen Planung: Der erste Bauabschnitt auf den vier Kilometern zwischen dem Rehgraben und dem Jachenauer Ortsteil Raut inklusive Bau zweier kleinerer Brücken werde noch dieses Jahr fertig werden.
Der zweite Bauabschnitt zwischen Niggeln und Schule hingegen werden heuer „auf keinen Fall“ mehr begonnen. Zum einen sei man mit dem ersten Bauabschnitt sicher bis Spätsommer oder Herbst beschäftigt, zum anderen seien von Seiten der Gemeinde Jachenau der Grunderwerb und die Planung noch nicht ganz abgeschlossen. Diese beiden Punkte obliegen wie berichtet den Gemeinden, während der Freistaat die Baukosten übernimmt.
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Apropos Radweg: Wie stehen eigentlich die Chancen für eine weitere Verbindung, die seit Jahren ganz oben auf der Wunschliste der Isarwinkler Gemeinden steht, nämlich einen Radweg von Lenggries über Gaißach bis nach Tölz entlang der B 13? „Die Planungen sind schon relativ weit vorangeschritten“, antwortet Herda. Dazu laufen ihm zufolge derzeit noch Gespräche mit den betroffenen Gemeinden über Grundstücksfragen. Dabei gehe es zum Beispiel in Gaißach um die Frage, inwieweit das vorhandene gemeindliche Wegenetz, also bestehende Schotterwege, für den geplanten Radweg verwendet werden darf. Wenn dazu ein Einvernehmen erzielt werde, könne der Bau „vielleicht schon 2020“ beginnen.
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