Beschluss im Stadtrat

„Ausprobieren, nachbessern, weiterarbeiten“: München erhält zwei neue Superblocks

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So wie in Stockholm sollen auch Flächen in München umgestaltet werden.
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In München sollen zwei neue Superblocks geschaffen werden. Im Westend und im Gärtnerplatzviertel soll so mehr Aufenthaltsqualität geschaffen werden.

München - An zwei Stellen sollen in München sogenannte Nachbarschaftsviertel erprobt werden, zunächst im Westend, dann im Gärtnerplatzviertel. Das hat der Mobilitätsausschuss des Stadtrates beschlossen.

Superblocks in Spanien: Sitzgelegenheiten und Pflanzen sollen auch in München zum Verweilen einladen

Das Konzept Nachbarschaftsviertel ist aus Barcelona oder Stockholm bekannt: Dort wurden Kreuzungen verschiedener Häuserblocks verkehrsberuhigt, Sitzgelegenheiten geschaffen und Pflanzen aufgestellt. Superblocks heißen die Modelle.

Im Westend wurde bereits ausprobiert, wie ein Nachbarschaftsviertel aussehen kann: Das zivilgesellschaftliche Projekt „Westend Kiez“ hatte über drei Jahre hinweg Straßenraum mit Pflanzentrögen, Hochbeeten und Spielflächen in einen Ort für die Menschen im Viertel umgewandelt.

Nachbarschaftsviertel in München: Auch das Gewerbe soll profitieren, weil mehr konsumiert wird

Die Nachbarschaftsviertel sollen die Quartiere auf verschiedene Weise beleben: Der Straßenraum wird neu verteilt, es wird mehr Bäume geben, mehr Flächen, auf denen sich die Nachbarschaft aufhalten und begegnen kann. Gewerbetreibende sollen ebenso profitieren, weil der Versorgungs- und Wirtschaftsverkehr weiterhin seinen Platz im Viertel haben kann, gleichzeitig aber mehr Menschen dort flanieren und auch konsumieren wollen. 

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„Wir wissen, dass Debatten um Verkehrsberuhigung oft emotional geführt werden“, sagt Grünen-Stadträtin Gudrun Lux. „Mit etwas mehr Gelassenheit und Pragmatismus kann es uns aber gemeinsam gelingen, unsere Stadt lebenswerter zu machen.“ Nicht jede Lösung müsse gleich perfekt sein. „Ausprobieren, nachbessern, weiterarbeiten, das ist der Ansatz, den wir heute auf den Weg gebracht haben. Ich bin sicher, es wird ein Erfolg!“

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