VonGerti Reichlschließen
Alex Birkenstock plant Großes am Ufer des Tegernsees. Dort soll ein gigantisches Einfamilienhaus entstehen. Nun hat der Antragsteller einen weiteren Plan bei der Stadt Tegernsee eingereicht.
Tegernsee – Direkt am See in Tegernsee plant Alex Birkenstock aus dem gleichnamigen Pantoffel-Imperium ein stattliches Bauvorhaben: Bestehende Bauten sollen zu einem 51 Meter langen Gebäudekomplex umgebaut werden, dazu ist eine zweistöckige Tiefgarage mit 20 Stellplätzen geplant. Trotz großer Bedenken hatte der Bauausschuss im Juni eine entsprechende Voranfrage befürwortet. Jetzt schob Birkenstock einen Antrag zur Vergrößerung und zum Umbau eines bestehenden Badehauses nach, bei seiner jüngsten Sitzung befasste sich das Gremium damit.
Wie Stephan Herbst vom Tegernseer Bauamt erläuterte, sollen aus dem erdgeschossig angebauten Badehaus künftig Wohnräume werden. Zwölf Meter lang und knapp acht Meter breit soll der neue Bau werden und damit um 2,90 Meter länger als bisher. Drei große Fenster sind seeseitig geplant. Weil das Dach mit einer Neigung von 15 Grad nicht mittig platziert wäre, bräuchte Birkenstock eine Ausnahmegenehmigung von der Gestaltungssatzung.
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Martina Niggl-Fisser (Bürgerliste) fragte sich, warum dieses Vorhaben nun nachgeschoben wurde und nicht von Anfang an Bestandteil der Planung gewesen sei. Sie kündigte sogleich an, dass sie dagegen stimmen werde, weil sie auch schon die Voranfrage abgelehnt hatte. Von Gigantismus, der grüßen lasse, und von Ausmaßen eines Einfamilienhauses, die ihre Vorstellungskraft übersteigen würden, hatte Niggl-Fisser schon im Sommer gesprochen. Peter Hollerauer (FWG) war dafür, keine Ausnahme von der Gestaltungssatzung zuzulassen.
Damit war alles gesagt: In seinem Beschluss, der mit einer Gegenstimme gefasst wurde, befürwortete der Bauausschuss zwar den Antrag. Allerdings unter der Voraussetzung, dass das Dach so verändert wird, dass es der Satzung entspricht. Zudem darf die Gesamtlänge des Hauses durch das umgebaute und umgenutzte Badehaus nicht verlängert werden. Sprich: Am nördlichen Ende muss der Bauherr einkürzen.
gr
