Kommunalwahl 2020

Thomas Holz in Kochel nominiert: „Bin Bürgermeister mit Leib und Seele“

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Gratulation: Der CSU-Kreisvorsitzende Martin Bachhuber (re.) und der CSU-Ortsvorsitzende von Kochel Anton Röckenschuß (li.) gratulierten Thomas Holz zu seiner Nominierung.

Mit großer Mehrheit wurde Thomas Holz von den Mitgliedern des CSU-Ortsverbands Kochel am Dienstagabend zum Bürgermeisterkandidaten für die Kommunalwahl 2020 gewählt. Weil er Bürgermeister bleiben möchte, hatte Holz vorab andere Anfragen ausgeschlagen.

Kochel am See – Bereits im vergangenen Jahr hatte sich die Vorstandschaft der Kochler CSU einstimmig für Thomas Holz als Bürgermeisterkandidaten ausgesprochen. In der Nominierungsversammlung am Dienstag, die in die reguläre Jahreshauptversammlung des Ortsvereins eingebettet war, folgten die anwesenden Mitglieder dieser Empfehlung nun mehrheitlich. In einer geheimen Wahl votierten 23 Wahlberechtigte für Holz. Zwei der insgesamt 25 abgegebenen Wahlzettel wurden leer abgegeben und waren damit ungültig.

Vor der Wahl begründete der Ortsvereinsvorsitzende Anton Röckenschuß, warum Holz, der mittlerweile seit beinahe 12 Jahren Bürgermeister der Zwei-Seen-Gemeinde ist, auch in Zukunft „genau der richtige Mann an der Spitze unserer Gemeinde ist“. Als Beispiel für Holz‘ „beeindruckende Bilanz“ nannte Röckenschuß das Trimini, das als „schönste Therme Europas“ gefeiert werde und viele Besucher nach Kochel locke. Holz sei „Triebfeder und Motor des ganzen Projekts“ gewesen.

In seiner sehr detaillierten Nominierungsrede blickte Holz auf seine Arbeit der vergangenen Jahre zurück und darauf, welche Vorhaben aus der Kommunalwahl 2014 tatsächlich angepackt oder gar vollständig realisiert wurden. So seien etwa Einheimischen-Modelle geschaffen und die gemeindliche Kindertagesstätte saniert worden. Außerdem wurde ein Geh- und Radweg zwischen den Ortsteilen Ried und Pessenbach gebaut, gemeindliche Liegenschaften energetisch saniert und die flächendeckende Realisierung des schnellen Internets forciert. „Hier befinden wir uns auf der Zielgerade“, so Holz. Er betonte auch, dass sich Kochel als Tourismusort wachsender Beliebtheit erfreue. Mit insgesamt über 70 000 Ankünften sei hier das vierte Jahr in Folge ein neuer Rekord aufgestellt worden. „So viele Gäste waren seit Beginn der Aufzeichnungen vor 34 Jahren noch nie in unserem Gemeindegebiet.“

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Da der Tourismus „ein enorm wichtiger Faktor in unserer Gemeinde“ sei, wolle er sich auch in Zukunft für die Förderung dieses Wirtschaftszweiges einsetzen. Ein weiteres wichtiges Thema sei die Verkehrssituation. Hier müssten Konzepte entwickelt werden, um mit der zunehmenden Zahl Erholungssuchender, die nach Kochel strömen, umzugehen. Außerdem sei ihm wichtig, den Ort für junge Familien attraktiv zu erhalten. Dazu gehörten etwa Angebote in der Kinder- und Jugendarbeit sowie die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Auch die Sanierung von Straßen, der Neubau eines Bauhofs, der Ausbau der Barrierefreiheit und „die ökologische Weiterentwicklung unserer Gemeinde“ stünden auf seiner Agenda.

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„Auch wenn wir viel erreicht haben in den vergangenen Jahren. Es steht auch die nächsten Jahre sehr viel an“, bilanzierte Holz. Und das würde er gerne angehen. Holz bezeichnete es als „große Ehre und auch Verpflichtung“ ab 2020 weiterhin das Amt des Ersten Bürgermeisters ausüben zu dürfen, denn: „Mein Herz hängt an Kochel.“ 

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Wie Holz auf Nachfrage sagte, sei er bereits als potenzieller Landratskandidat gehandelt worden. Diesbezügliche Anfragen habe er aber ebenso abgelehnt wie eine Anfrage aus der freien Wirtschaft, denn: „Ich bin Bürgermeister mit Leib und Seele.“

Franziska Seliger

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