Neubau und Sanierung

Tölzer Asklepios-Personalwohnheim: Aus eins mach zwei

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In die Jahre gekommen: Das Personalwohnheim der Stadtklinik. Nun entsteht daneben ein Neubau für die Mieter, dann wird das alte Gebäude saniert.

Über zwei Jahre lang wird nun schon über die Zukunft des in die Jahre gekommenen Personalwohnheims der Asklepios-Stadtklinik diskutiert. Nun scheint eine Lösung gefunden: Neubau plus Sanierung des Bestands.

Bad Tölz – Im Januar will der Klinik-Konzern einen Vorbescheidsantrag für den Bau eines neuen Wohngebäudes neben dem bestehenden Wohnheim stellen. Ziel sei es, so Pressesprecher Christopher Horn, dann das bestehende Wohnheim komplett zu sanieren und beide Häuser miteinander zu verbinden. Horn: „Wir möchten unseren Mietern einen reibungslosen und nahtlosen Umzug vom alten ins neue Gebäude ermöglichen.“

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Der Vorbescheidsantrag der Klinik sei in „guten Gesprächen mit Stadt und Landkreis“ vorbereitet. Er enthält drei Varianten, die sich inhaltlich nur geringfügig unterscheiden, wie Horn sagt. Angestrebt ist „mindestens eine Verdopplung“ der Wohnungskapazität. Im alten Personalwohnheim aus dem Jahr 1968 werden derzeit 50 Wohnungen für rund 120 Bewohner angeboten. Je nachdem, welche Kubatur der Bauausschuss befürwortet, richtet sich dann die Ausrichtung und Größe der neuen Wohnungen.

Es handelt sich ausschließlich um Miet- und keine Eigentumswohnungen, sagt der Pressesprecher der Stadtklinik. In erster Linie sind sie für die Mitarbeiter der Klinik gedacht. Bei der in der heutigen Zeit nicht einfachen Personalakquise seien Wohnungen ein wichtiges Argument. Die Mietpreise sollen sich am ortsüblichen Niveau orientieren.

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Wann soll der Bau beginnen? Horn hofft, dass „wir im kommenden Jahr die Baugenehmigung erhalten. Läuft alles positiv, ist ein Baubeginn auch in 2019 möglich.“

Die neuen Pläne von Asklepios machten bei der Stadt ein Umdenken nötig. Wie Bürgermeister Josef Janker auf Anfrage sagt, sei die Fläche hinter dem Krankenhaus dann zu klein, um auch noch ein neues Josefistift unterzubringen. Hintergrund: Die Zimmergrößen des bestehenden städtischen Pflegeheims entsprechen nicht mehr den Vorgaben des Gesetzgebers. Von 89 Zimmern im Bestand erfüllen nur 23 die Norm von 14 Quadratmetern als Mindestgröße. Das neue Gesetz besteht seit 2011 und die Stadt hat einen Zeitpuffer, doch geschehen muss etwas. Seit etwa drei Jahren wurde ein Neubau des Josefistifts hinter der Stadtklinik erwogen. Die Synergieeffekte wären beachtlich gewesen, warb das Rathaus vor einem Jahr für den neuen Standort.

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Nun kommt alles doch anders. Wie Josef Janker gestern sagte, könnte das Josefistift nun zum Beispiel bei laufendem Betrieb umgebaut werden, was freilich sehr aufwendig wäre. „Oder wir müssen uns einen anderen Standort in der Stadt suchen.“ Eine Entscheidung sei darüber noch nicht gefallen.

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