Christkindlmarkt

Tölzer Krampuslauf: Schaurig-schönes Spektakel

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Rund 50 Kramperl und Perchten bahnten sich am Samstagabend den Weg durch die Menschenmassen auf dem Tölzer Christkindlmarkt.

So voll war es selten auf dem Tölzer Christkindlmarkt. Viele Schaulustige kamen am Samstagabend zum Krampuslauf.

Bad Tölz – Die Premiere des Krampuslaufs im vergangenen Jahr hatte für einige Kritik gesorgt. „Viel zu gruselig für die Kinder“, lautete einer der Vorwürfe. Dieses Mal hatte die Stadt im Vorfeld extra darauf hingewiesen, dass die Veranstaltung für kleine Kinder nicht geeignet sei. 

Dem Zulauf tat das keinen Abbruch. Im Gegenteil: Selten zuvor waren so viele neugierige Besucher auf dem Christkindlmarkt gesichtet worden wie am Samstagabend.

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Bei den Menschenmassen hatten es selbst die rund 50 Kramperl und Perchten, angeführt vom Nikolaus schwer, sich einen Weg zu bahnen. „Viele sind aus Österreich gekommen, aber auch aus München, dem Allgäu und Oberammergau“, erklärte Marktchefin und stellvertretende Kurdirektorin Susanne Frey-Allgaier die Vielzahl an „Kramperln“.

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Dabei ist der traditionelle Ursprung von Krampus und Perchten durchaus sehr unterschiedlich. Während Ersterer als Helfer des Nikolaus’ eher aus Tirol und der Steiermark stammt, sind die Perchtenläufe mehr im Allgäu oder auch der Schweiz beheimatet.

Den unzähligen Besuchern in der Tölzer Marktstraße war’s egal. Auch wenn es für manch allzu Neugierigen einige leichte Rutenhiebe auf die Beine setzte: Die allgemeine Grundstimmung war heiter – trotz des schaurigen Spektakels. 

Und der Umgang der Krampusse mit den Kindern war überaus liebevoll. Kein Wunder: Die finsteren Gestalten sollen schließlich alles Böse vertreiben. esc

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