VonChristiane Mühlbauerschließen
Ein überaus positives Fazit ziehen Susanne Frey-Allgaier, die stellvertretende Kurdirektorin, und Barbara Schmidt-Gaden, Geschäftführerin des Tölzer Knabenchores, nach dem Knabenchorfestival.
Bad Tölz – „Es ist alles nahezu perfekt gelaufen“, sagt Frey-Allgaier. Konkrete Zahlen seien noch in der Abrechnung und würden in Kürze vorliegen. Das Konzert in der Mühlfeldkirche war ausverkauft, der Galaabend im Kurhaus ebenfalls. Dass man dort die letzten Reihen für die Chöre selbst freigehalten habe, sei bewusst geschehen, so Frey-Allgaier. Einzig bei der Matinee in der Stadtpfarrkirche am Samstagvormittag hätte die Auslastung besser sein können.
„Ein großes Lob und Dankeschön an alle aus den Organisationsteams“, sagt Kurdirektorin Brita Hohenreiter. Für sie war das Festival heuer ein „rundum super gelungenes Ereignis“.
Frey-Allgaier freut vor allem, dass unter den Festivalbesuchern heuer viele Tölzer waren. „Das zeigt doch, dass das Festival zunehmend als fester Bestandteil im Tölzer Kulturleben wahrgenommen wird.“ Das Knabenchorfestival fand heuer zum fünften Mal statt. Es wird alle zwei Jahre organisiert, der nächste Termin ist also 2021. Unter den Gästen waren ferner wieder Besucher aus dem Ausland: aus Belgien, Großbritannien und Frankreich reisten Musikliebhaber an, außerdem aus Japan und Kanada und – wie erwartet – aus dem Oberland sowie aus dem Großraum München. „Das Wetter war für alle natürlich ein Traum.“
Mit dem neuen Konzept, nämlich den Galaabend zu moderieren, ist Frey-Allgaier auch zufrieden: „Beim Publikum kam das sehr gut an.“ Moderator Benedikt Schregle, als Kind selbst Mitglied im Knabenchor, habe man schon für 2021 wiederverpflichtet.
Auch für Barbara Schmidt-Gaden, Geschäftsführerin des Tölzer Knabenchors, war das Festival „fulminant“: Die Chöre hätten ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt, in dem sie die unterschiedlichen Stile sehr gut zeigen konnten. Etwas Besonderes sei die Musik der Katalanen gewesen, „denn wo bekommt man sonst schon die Gelegenheit, diese Werke zu hören“, freut sich Schmidt-Gaden.
Die knapp 200 Sänger aus Deutschland, Österreich und Spanien waren im Tölzer Hof und im Hotel Beer einquartiert. Auch die Organisation für die Knaben – Verpflegung, Stadtführung, Fußballturnier – hat sehr gut geklappt, berichtet Frey-Allgaier. Das Turnier, diesmal übrigens in Zusammenarbeit mit dem Rot-Weiß Bad Tölz veranstaltet, gewann ein Team der Capella Vocalis aus Reutlingen. Sie spielten im Finale gegen eine Rot-Weiß-Mannschaft. Das wiederum sorgte für mehr Zuschauer am Spielfeldrand als sonst. „Das war schön. Das wollen wir künftig wieder so machen, denn so werden auch Berührungsängste abgebaut“, freut sich Frey-Allgaier. Der dritte Platz ging übrigens an Spanien. Die Katalanen bekamen am Montag noch eine Stadtführung durch Bad Tölz, bevor sie wieder den Heimflug antraten.
