VonAndreas Beschornerschließen
Beim 2. Moosburger Bierfestival konnten die Gäste 200 Biere von 60 Brauereien testen. Und das Angebot wurde bestens genutzt, wie die Besucherzahlen zeigen.
Moosburg – Eigentlich hätte man an diesem Wochenende den Viehmarktplatz in Moosburg umbenennen müssen: Biermarktplatz wäre die passendere Bezeichnung gewesen. Schließlich fand von Freitag bis Sonntag das 2. Moosburger Bierfestival in und vor der Schäfflerhalle statt, hatten rund 60 Brauereien aus Nah und Fern ihre Spezialitäten mitgebracht. Das Volk ließ sich zwar ein bisschen bitten, aber vor allem Freitag- und am Samstagabend strömten die Gäste auf den Viehmarktplatz.
Rund 200 Biersorten warteten auf die Liebhaber des Gerstensafts, die sich zuvor mit den Chips ausgestattet hatten, ohne die man nicht an den „Pfiff“ (0,1 Liter) Craft-Bier oder ein Bio-Bier oder an ein anderes flüssiges Schmankerl herankam.
„50 Shades of Hops“: Hiesige Brauer zufrieden mit Publikumsmesse
Dieses System fanden freilich nicht alle toll: Ein Quintett aus Moosburg, das sowohl am Freitagabend da gewesen war (und am Ende bei Wodka-Gin hängengeblieben ist) und auch am Samstag auf einer Bierbank Platz nahm, fand das Event grundsätzlich eine gute Sache, allerdings das Chipsystem unpraktisch und auch nicht gerade ökologisch: Plastikmarken in Plasticksäckchen – das sei nicht zeitgemäß und wegen der verschiedenen Chips auch etwas nervig.
Mit den Chips bekam man zum Beispiel die „50 Shades of Hops“ von der Brauerwerkstatt aus Haag. Dort war man mit dem Zuspruch zufrieden. Vor allem: „Es ist entspannt“, sagte Stefan Epple.
Viel Glück mit dem Wetter gehabt
Dafür, dass es eine lockere und entspannte Veranstaltung war, hat Organisator Jürgen Appel auch dadurch gesorgt, dass es keine Bühne mit Livemusik und Bands gab, sondern lediglich ein Radiosender über die Lautsprecher zu hören war. Und auch auf ein Rahmenprogramm, das die Besucher vom Testen der Biere abhalten könnte, hat das Bierfestival Abstand genommen: Lediglich ein Gespräch mit Biersommelier Markus Worsch am Sonntag war als zusätzliche Information gedacht.
Und so waren die Frauen und Männer hinter den Tresen zufrieden mit der Veranstaltung. Jürgen Appel sprach am Montag von rund 10.000 Besuchern und zeigte sich vor allem darüber hocherfreut, dass „kein einziger Regentropfen gefallen“ sie. Und all diejenigen, die sich auf den ganz besonderen, dreitägigen Biertest auf dem Viehmarktplatz einließen, erst recht.
Einsatz- und Rettungskräfte konnten nicht glauben, was sie am Samstagvormittag auf der A92 erleben mussten: Nach einem schweren Unfall verließ einen BMW-Fahrer im Stau die Geduld, was ihn zu einer extrem gefährlichen Aktion verleiten ließ.


