VonSilke Schederschließen
Wegen Personalnotstands wurden über Weihnachten und den Jahreswechsel die Glascontainer zwei Wochen lang nicht geleert - und boten einen entsprechend schaurigen Anblick.
Bad Tölz – Georg Rinner sen. vom gleichnamigen Autohaus in Bad Tölz macht keinen Hehl aus seiner Verärgerung. „Da schaut man, dass man selbst alles sauber und ordentlich hält, und fünf Meter weiter so ein Saustall“, sagt Rinner mit Blick auf die überfüllten Altglascontainer an der Demmeljochstraße. Seit Weihnachten seien die Flaschen nicht abgeholt worden. „Und das ist kein Einzelfall“, sagt Rinner. Das Problem trete immer wieder auf – wenn auch nicht in diesem Ausmaß. Der Tölzer steht mit seiner Kritik nicht allein da. Auch aus Lenggries erreicht die Redaktion das Bild einer überfüllten Sammelstelle an der Karwendelstraße. Dort sieht es fast noch schlimmer aus als in Bad Tölz.
Zuständig für die Leerung der Container ist eigentlich die Firma Haibel. Die gehört zum Recycling-Unternehmen Remondis und lässt über eine Sprecherin wissen, dass ein „Personalnotstand“ die Ursache für die überfüllten Sammelstellen gewesen sei. Über die Feiertage sei die Personaldecke ohnehin dünn, weil viele Mitarbeiter Urlaub hätten. Krankheitsfälle führten dann dazu, dass Sammelfahrten nicht wie geplant stattfinden konnten. In Kombination mit dem erhöhten Flaschenaufkommen über Weihnachten und Silvester sei es zu den unschönen Zuständen gekommen.
Container inzwischen geleert
Noch am Freitag sind die Container an der Demmeljochstraße übrigens geleert worden. Zufrieden ist Georg Rinner trotzdem nicht. „Jetzt liegen überall Glassplitter auf dem Boden.“ Solche Zustände seien einer Kurstadt wie Bad Tölz unwürdig und schadeten deren Image.
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