VonTanja Kipkeschließen
Überall in Bayern gibt es Anlaufstellen für Geflüchtete aus der Ukraine. Obwohl die Nachfrage in Nürnberg zurückgeht, hat die Stadt einen neuen Standort errichtet.
Nürnberg – Über 100.000 Ukraine-Flüchtlinge sind bereits in Bayern angekommen. Auch die Stadt Nürnberg tut alles, um die ankommenden Geflüchteten unterzubringen. Eine Aufgabe, die die Stadt, den Bürgermeister und auch die Menschen vor Herausforderungen stellt. In der direkten Nähe des Hauptbahnhofs (Nelson-Mandela-Platz) wurde ein Transitbereich für maximal 2.000 ankommende Personen geschaffen, teilt die Stadt mit. „So kann die Erstversorgung und Verteilung von größeren Personengruppen über einen Bustransfer sichergestellt werden.“
Ukraine-Flüchtlinge in Nürnberg: Nachfrage nach Beratungen geht zurück
Die zentrale Anlaufstelle zog am heutigen Dienstag (2. Mai) vom Heilig-Geist-Saal am Hans-Sachs-Platz in die ehemalige Sparkassenfiliale in der Theresienstraße 18. Die Räume stehen kurzfristig zur Verfügung und bieten ausreichend Platz. „Der Heilig-Geist-Saal kann damit wieder für Veranstaltungen genutzt werden“, so die Stadt Nürnberg. „Wir sind die Stadt des Friedens und der Menschenrechte“, sagt OB Marcus König (CSU) bei der Eröffnung. „Jeden Tag kommen Menschen an“. Man wolle ihnen eine Möglichkeit des „Ankommens“ bieten.
Laut der Stadt sei die Nachfrage nach persönlichen Beratungen „deutlich zurückgegangen“, viele Leistungen hätten außerdem inzwischen Regeldienste übernommen. Trotzdem möchte die Stadt weiterhin eine Anlaufstelle anbieten. Während des Umzugs am 2. Mai ist die Anlaufstelle geschlossen. „An diesem Tag finden keine Beratungen statt und auch die Service-Hotline Flüchtlinge ist an diesem Tag nicht erreichbar.“
Am 3. Mai starte dann der Betrieb in der Theresienstraße 18. Die Anlaufstelle ist von Montag bis Donnerstag von 10 bis 15 Uhr und am Freitag von 10 bis 13 Uhr geöffnet. Während den Öffnungszeiten ist auch die Service-Hotline Flüchtlinge unter der Rufnummer (09 11) / 23 13 33 66 erreichbar.
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Ukraine-Flüchtlinge in Nürnberg: Viele kommen bei Verwandten unter
„Ein erheblicher Teil der Geflüchteten konnte in Nürnberg bei Verwandten und Freunden unterkommen“, schreibt die Stadt in einer Mitteilung. Rund 0,89 Prozent der Einwohner Nürnbergs besitzen eine ukrainische Staatsangehörigkeit. Die Frankenmetropole dürfte deshalb verstärkt Ziel von Geflüchteten sein. Viele benötigen dennoch noch eine Unterkunft, daher hat die Stadt Ende März eine weitere große Notunterkunft in der Messehalle 3c der Nürnberg Messe GmbH eingerichtet und belegt. Auch eine Quarantäne-Notunterkunft in der Alten Feuerwache 1 wurde aufgebaut.
„Der Verbleib in den Notunterkünften soll grundsätzlich so kurz wie möglich gestaltet werden, um den Geflüchteten – überwiegend Frauen und Kinder – die entsprechende Privatsphäre und Rückzugsmöglichkeiten zu bieten“, heißt es vonseiten der Stadt weiter. Wer Geflüchteten aus der Ukraine helfen möchte, findet auf der Seite der Stadt verschiedene Möglichkeiten. (tkip)
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