VonTanja Kipkeschließen
Die Stadt Nürnberg hilft ihrer ukrainischen Partnerstadt Charkiw, wo sie nur kann. Für Flüchtlinge aus der Ukraine ließ der OB jetzt eine Notunterkunft in einer Messehalle errichten.
Nürnberg - „Der brutale Angriffskrieg von dem Diktator Putin geht weiter“, sagt Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König in einer Ansprache am Mittwoch. König zeigt sich angesichts des Ukraine-Kriegs tief betroffen. „Die Bilder aus Charkiw sind grauenvoll. Menschen zittern um ihr Leben.“ Zusammen mit DB Schenker wolle man einen Zug in die Partnerstadt schicken, um so auch den Menschen vor Ort zu helfen.
In Nürnberg sind bereits zahlreiche Geflüchtete aus der Ukraine angekommen, sie kamen in Sporthallen oder bei Privatpersonen unter. Die Stadt setzt sich auch dafür ein, geflüchteten Kindern den Schuleinstieg so schnell wie möglich zu ermöglichen. OB König rechnet jedoch mit noch viel mehr Menschen, die aus der Ukraine nach Bayern kommen. Eine riesige Notunterkunft in der Halle 3C der NürnbergMesse soll nun als erste Anlaufstelle dienen.
Wegen Ukraine-Krieg: XXL-Flüchtlingsunterkunft in Nürnberg errichtet
„Wir sind die Stadt des Friedens und der Menschenrechte“, so König gegenüber News5. „Es ist für uns selbstverständlich, zu helfen.“ Um noch mehr Geflüchtete aufnehmen zu können, errichtete die Stadt in einer der Messehallen eine Notunterkunft. Auf 9600 Quadratmetern ist Platz für bis zu 600 Flüchtlinge. Neben Schlaf- und Aufenthaltsbereich gibt es Dusch- und Sanitärcontainer.
„Hier können die Menschen ankommen, zur Ruhe kommen, sie werden versorgt mit Essen und medizinischen Leistungen“, erklärt König. „Wir versuchen den Menschen ein Ankommen zu ermöglichen und sie dann zu verteilen, damit sie eine längere Unterkunft besuchen können“.
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Video: Ukraine-Krieg: Hilfe für Geflüchtete - Nürnberger nehmen Familie auf
Hilfe für Flüchtlinge und Solidarität mit der Ukraine ist in Nürnberg groß
Nicht nur die Stadt engagiert sich, um der Ukraine zu helfen. Auch zahlreiche Unternehmen aus der Region Nürnberg leisten einen Beitrag. Das Busunternehmen Crazy-Tours organisierte zusammen mit den Ice Tigers einen Hilfskonvoi, der mit Sachspenden an die Grenze fuhr. Der 1. FC Nürnberg unterstützte ebenfalls mit zahlreichen Aktionen. Auch der fränkische Unternehmer Thomas Sabo zeigte sich tief betroffen wegen des Krieges. Er schrieb einen emotionalen Brief an Vitali Klitschko und spendete 250.000 Euro. (tkip)
