23 Flüge umgeleitet

Drohnen-Alarm in München wirbelt Flugverkehr durcheinander – Maschinen drehen auf halbem Wege um

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Ein erneuter Drohnen-Alarm hat den Münchner Flughafen am Freitag lahmgelegt. Viele Flugzeuge konnten nicht landen. Der Flugplan wurde durcheinandergewirbelt.

München – Aus München wurde Frankfurt, Wien, Köln, Nürnberg oder auch Stuttgart. Dieser Alptraum sollte für Fluggäste mit Ziel München am Donnerstagabend (2. Oktober) real werden. Gleich 15 Maschinen mussten in den Abendstunden wegen Drohnen-Alarm umgeleitet werden. 17 Flüge wurden sogar gestrichen. Am Freitagabend (3. Oktober) das gleiche Spiel. Ein erneuter Drohnen-Alarm brachte den Flugbetrieb am zweitgrößten deutschen Flughafen wieder zum Erliegen.

Am Flughafen München blieben nach Drohnensichtungen am Freitag erneut viele Flugzeuge am Boden.

Auch diesmal mussten einige Flugzeuge umgeleitet werden. Je nach Flug erlebten Reisende dabei abenteuerliche Ausgänge – ein Potpourri dessen, was sich am Freitagabend auf Flügen nach München abspielte.

Drohnen-Alarm bringt Betrieb am Flughafen München erneut zu Erliegen – 23 Flieger umgeleitet

Nach dem Freitagabend ist die Bilanz noch desaströser als am Donnerstag. Am Tag der Deutschen Einheit mussten ganze 23 Flüge umgeleitet werden. Zwölf Flüge mussten annulliert werden. Insgesamt konnten laut dem Flughafen München ganze 46 Starts und Landungen nicht wie geplant stattfinden. Rund 6500 Passagiere mussten über Nacht am Airport ausharren. Der Flugverkehr war bis zum Samstagmorgen stark beeinträchtigt.

Ein Blick auf die Flugliste des Flughafens auf Flightradar24 zeigt, wie sehr der erneute Drohnen-Alarm den Flugverkehr nach München durcheinanderwirbelte. So wurde beispielsweise ein Flug der Lufthansa von Hamburg nach Wien-Schwechat umgeleitet. Ein Flieger aus Palma de Mallorca von Condor setzte statt in München in Hannover-Langenhagen auf. Darüber hinaus wurden weitere Maschinen auch nach Stuttgart, Prag und Köln umgeleitet.

Drohnen legen Flughafen München erneut lahm: Fluggäste müssen Nacht im Airport verbringen – die Fotos

Am Flughafen München wurde am Freitagabend erneut Drohnen gesichtet. Der Flugbetrieb kam daher zum Erliegen.
Am Flughafen München wurde am Freitagabend erneut Drohnen gesichtet. Der Flugbetrieb kam daher zum Erliegen. © Fotomontage: IMAGO / Bihlmayerfotografie
Am Flughafen München wurde am Freitagabend erneut Drohnen gesichtet. Der Flugbetrieb kam daher zum Erliegen.
23 ankommende Flugzeuge wurden umgeleitet, 12 Verbindungen annulliert und 46 Starts sind ausgefallen. © Enrique Kaczor/dpa
Am Flughafen München wurde am Freitagabend erneut Drohnen gesichtet. Der Flugbetrieb kam daher zum Erliegen.
Über 6.500 Fluggäste waren von den Einschränkungen betroffen. © Enrique Kaczor/dpa
Am Flughafen München wurde am Freitagabend erneut Drohnen gesichtet. Der Flugbetrieb kam daher zum Erliegen.
Die Check-In-Schalter blieben nach der Drohnensichtungen am Flughafen München leer. © Enrique Kaczor/dpa
Am Flughafen München wurde am Freitagabend erneut Drohnen gesichtet. Der Flugbetrieb kam daher zum Erliegen.
Die Menschen mussten einiges an Geduld aufbringen. © Enrique Kaczor/dpa
Am Flughafen München wurde am Freitagabend erneut Drohnen gesichtet. Der Flugbetrieb kam daher zum Erliegen.
Offen ist, ob es eine Verbindung zwischen den Drohnensichtungen in München, Schleswig-Holstein oder Dänemark gibt. © Enrique Kaczor/dpa
Am Flughafen München wurde am Freitagabend erneut Drohnen gesichtet. Der Flugbetrieb kam daher zum Erliegen.
Noch ist nicht bestätigt, ob eine konkrete Gefahr für den Flugverkehr bestand oder ob es sich um vereinzelte Sichtungen ohne unmittelbare Bedrohung handelte. © Enrique Kaczor/dpa
Am Flughafen München wurde am Freitagabend erneut Drohnen gesichtet. Der Flugbetrieb kam daher zum Erliegen.
Die gestrandeten Menschen mussten die Nacht im Airport ausharren. © Enrique Kaczor/dpa
Am Flughafen München wurde am Freitagabend erneut Drohnen gesichtet. Der Flugbetrieb kam daher zum Erliegen.
Es wurden Feldbetten und Luftmatratzen ausgegeben. © Enrique Kaczor/dpa
Am Flughafen München wurde am Freitagabend erneut Drohnen gesichtet. Der Flugbetrieb kam daher zum Erliegen.
Wie geht es weiter? Diese Frage stellten sich wohl viele. © Enrique Kaczor/dpa
Am Flughafen München wurde am Freitagabend erneut Drohnen gesichtet. Der Flugbetrieb kam daher zum Erliegen.
Wer konnte, schlief und ruhte sich aus. © Enrique Kaczor/dpa
Am Flughafen München wurde am Freitagabend erneut Drohnen gesichtet. Der Flugbetrieb kam daher zum Erliegen.
Polizei und Rettungsdienst waren im Einsatz. © Enrique Kaczor/dpa
Am Flughafen München wurde am Freitagabend erneut Drohnen gesichtet. Der Flugbetrieb kam daher zum Erliegen.
Auch der Malteser Hilfsdienst kam mit Fahrzeugen zur Unterstützung. © Enrique Kaczor/dpa
Am Flughafen München wurde am Freitagabend erneut Drohnen gesichtet. Der Flugbetrieb kam daher zum Erliegen.
Die Mitarbeiter übernahmen die Versorgung der Gestrandeten. © Enrique Kaczor/dpa
Am Flughafen München wurde am Freitagabend erneut Drohnen gesichtet. Der Flugbetrieb kam daher zum Erliegen.
Für die Wartenden wurden Getränke bereitgestellt. © Enrique Kaczor/dpa
Am Flughafen München wurde am Freitagabend erneut Drohnen gesichtet. Der Flugbetrieb kam daher zum Erliegen.
Auch Snacks wurden an die Fluggäste verteilt. © Enrique Kaczor/dpa
Am Flughafen München wurde am Freitagabend erneut Drohnen gesichtet. Der Flugbetrieb kam daher zum Erliegen.
Unklar ist, wer hinter den Drohnenflügen steckt und welche Motive vorliegen. © Enrique Kaczor/dpa
Am Flughafen München wurde am Freitagabend erneut Drohnen gesichtet. Der Flugbetrieb kam daher zum Erliegen.
Erste Meldungen über Drohnensichtungen in der Nähe des Flughafens kamen am Abend. In der Nacht bestätigte die Bundespolizei zwei Drohnensichtungen am Flughafen im Bereich der Nord- und der Südbahn. © Enrique Kaczor/dpa
Am Flughafen München wurde am Freitagabend erneut Drohnen gesichtet. Der Flugbetrieb kam daher zum Erliegen.
Die Deutsche Flugsicherung sperrte die Start- und Landebahnen. Die Polizei durchsuchte Gelände und Luftraum, auch mit Hubschrauber - ohne Erfolg. © Enrique Kaczor/dpa
Drohnensichtung am Flughafen München
Nach der erneuten Sichtung von Drohnen war der Flugverkehr am Freitagabend den zweiten Abend infolge eingestellt worden. © Enrique Kaczor/dpa
Am Flughafen München wurde am Freitagabend erneut Drohnen gesichtet. Der Flugbetrieb kam daher zum Erliegen.
Etliche Flüge wurden umgeleitet oder gestrichen. Rund 6.500 Reisende waren davon betroffen. Einige mussten im Airport übernachten © Enrique Kaczor/dpa
Nach der Drohnensichtung am Flughafen München wurde der Flugbetrieb am Samstagmorgen wieder aufgenommen.
Seit 7 Uhr am Samstag hat der Flugverkehr wieder schrittweise begonnen. © Enrique Kaczor/dpa

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Passagiere erleben Alptraum nach Drohnen-Alarm – Flugzeuge drehen auf halbem Wege um

Noch übler kam es für zwei Flüge aus zwei europäischen Hauptstädten, die am Freitagabend beide in München hätten landen sollen. Einer davon war Flug BA958 von British Airways aus London. Dieser startete laut Flightradar24 gegen 21:25 Uhr am Londoner Großflughafen Heathrow. Gegen 22:10 Uhr drehte die Maschine über Belgien ab und nahm erneut Kurs auf die Insel, bevor um 22:50 Uhr die Rückkehr nach Heathrow erfolgte.

Die Flüge BA958 und TP556 mussten am Freitag beide zu ihren Abflughäfen zurückkehren.

Auch Flug TP556 von Tap Air Portugal musste mitten während des Fluges umkehren. Die Maschine befand sich den Aufzeichnungen von Flightradar24 zufolge bereits rund zwei Stunden in der Luft, als sie plötzlich über Toulouse in Frankreich um 180 Grad drehte. Gute zwei Stunden später landete das Flugzeug gegen 0:04 Uhr an seinem Abflughafen Huberto Delgado in Lissabon.

Besonders brisant: Flug TP556 war bereits am Donnerstag während des ersten Drohnenangriffs auf den Flughafen München diesem zum Opfer gefallen. Die Maschine wurde nach Wien umgeleitet und musste nach Betankung zurück nach Lissabon fliegen. Passagiere gingen auf die Barrikaden. Bleibt zu hoffen, dass sich der Vorfall nicht auch am Samstag wiederholt (Quelle: Flightradar24 und dpa) (jr)

Rubriklistenbild: © Enrique Kaczor/dpa

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