VonSascha Karowskischließen
Der Umbau der Zeppelinstraße soll am Montag (1. Juli) beginnen. Das Projekt ist strittig, Anwohner hatten Unterschriften gesammelt und eine Demo organisiert.
München - Die Stadt will die Zeppelinstraße für Radfahrer und Fußgänger sicherer machen. Der Stadtrat hatte dazu im Herbst einstimmig grünes Licht gegeben. Der Umbau soll am Montag starten, Anwohner hatten am Mittwoch gegen den Umbau demonstriert.
Umbau der Zeppelinstraße ist Teil des Radentscheids: Wege sollen für Radfahrer und Fußgänger sicherer werden
Das Projekt ist Teil der Maßnahmen des Radentscheids. Bis Ende des Jahres stellt das Baureferat in der Zeppelinstraße bis zum Kreuzplätzchen einen neuen, durchgängigen Zweirichtungsradweg mit 4,5 Meter Breite her. Er wird durch einen zusätzlichen ein Meter breiten, bepflanzten Sicherheitsstreifen vor dem Fahrzeug-Verkehr geschützt. Der Platz hierfür wurde durch eine Neuaufteilung des Straßenraums gewonnen; die Fahrbahn wird verschmälert und Parkraum entsprechend umgewandelt.
Der bisherige Radstreifen Richtung Corneliusbrücke wird künftig der Gehwegfläche zugeschlagen, Fußgänger erhalten somit deutlich mehr Platz. Insbesondere vor der Unterführung soll der Umbau Konflikte zwischen Fuß- und Radverkehr reduzieren. Künftig könne der Radverkehr von der Rosenheimer Straße kommend Richtung Stadt klar geführt auf den östlichen Isarradweg abbiegen, heißt es von der Stadt. An den Einmündungen der Seitenstraßen errichtet das Baureferat zusätzliche Radabstellmöglichkeiten, von denen einige für Lastenräder ausgelegt sind.
Umbau der Zeppelinstraße: Baureferat will kommendes Jahr mit der Umgestaltung des Platzes starten
Im kommenden Jahr will das Baureferat dann mit der Umgestaltung des Platzes vor dem Kino „Museum Lichtspiele“ beginnen. Dieser wird vergrößert, bepflanzt und mit neuen Sitzgelegenheiten aufgewertet. Voraussichtlich wird das Baureferat alle Arbeiten im November 2025 abschließen.
Die Zeppelinstraße ist Teil des östlichen Isarradwegs und eine der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen in München. Sie ist sowohl für den Alltags- als auch für den Freizeitradverkehr von hoher Bedeutung. Pro Tag nutzen circa 7000 Radfahrer diese Strecke. Bisher ist die Radstrecke von der Rosenheimer Straße bis zum Kreuzplätzchen größtenteils durch einen Baumgraben getrennt. Deshalb sind sowohl die Rad- als auch die Fußwege im bisherigen Zustand sehr schmal. Der Komfort und die Sicherheit für Rad- und Fußverkehr steigen durch die nun beginnende Baumaßnahme deutlich.
Umbau der Zeppelinstraße: Anwohner sammeln Unterschriften und veranstalten eine Demo
Die Planungen zum Umbau der Zeppelinstraße haben das Baureferat und das Mobilitätsreferat der Öffentlichkeit vorgestellt sowie mit dem Bezirksausschuss Au-Haidhausen abgestimmt. Die drei für den Umbau nötigen Baumfällungen werden durch Ersatzpflanzungen kompensiert. Die Gesamtprojektkosten einschließlich der Platzumgestaltung vor den Museum Lichtspielen liegen bei 3,8 Millionen Euro.
Einige Anwohner kritisieren, sie seien nicht genug in die Planung eingebunden worden. Und sie schlagen eine Alternative vor, so soll die Zeppelinstraße zu einer Fahrradstraße werden. Das hieße jedoch nicht, dass darauf nur noch Radler unterwegs sein sollen. Aber: Die Radler hätten dann Vorrang vor den Autos. Für die Alternative sind bisher 400 Unterschriften zusammengekommen. Zudem fand am Mittwoch (26. Juni) eine „Bürgerdemonstration für anwohnergerechten Verkehrswegeausbau in der nördlichen Au“ statt.
