René Benko

Umbau-Pläne für ehemaliges Kaut-Bullinger-Haus in München: Jetzt soll die Stadt entscheiden

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Die Signa plant de Neubau eines Büro- und Geschäftsgebäudes an der Rosenstraße.
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Die Stadtgestaltungskommission beschäftigt sich am Dienstag (15. November) mit den Umbauplänen für das ehemalige Haus von Kaut-Bullinger an der Rosenstraße.

München - Benko baut - jetzt an der Rosenstraße. Der Investor aus Österreich will das alte Haus von Kaut-Bullinger abreißen und durch ein größeres ersetzen. Die Stadtgestaltungskommission wird sich am heutigen Dienstag mit den Plänen befassen. Die waren bereits im Bezirksausschuss Altstadt-Lehel auf Kritik gestoßen.

Ehemaliger Kaut-Bullinger: Gebäude wurde im Februar an den österreichischen Unternehmer Benko verkauft

Im Februar hatte das Münchner Schreibwarengeschäft Kaut-Bullinger die Pforten in der Fußgängerzone geschlossen und den ehemaligen Hauptsitz an der Rosenstraße an den Milliardär René Benko und seine Immobilienfirma Signa verkauft. Die kennt man in München, denn dem Unternehmen gehört nicht nur der die Galeria-Kaufhof-Gruppe, sondern auch die Alte Akademie.

Mit dem Umbau zu einem Büro- und Geschäftshaus an der Rosenstraße soll noch im kommenden Jahr begonnen werden, die Fertigstellung ist bis 2025 geplant. Problem: Die Benko-Pläne sehen knapp 4200 Quadratmeter Geschossfläche vor und ein zusätzliches sechstes Geschoss. Damit fällt das Bauvorhaben größer aus als das ehemalige Kaut-Bullinger-Haus aktuell ist.

Ehemaliger Kaut-Bullinger: Neubau soll deutlich größer werden - BA sieht die Pläne kritisch

Zwar liegt auch das über der zulässigen Geschossflächenzahl, durch den Abriss aber entfällt der Bestandsschutz - der Neubau muss genehmigt sein. Der BA hatte daher bereits den Umfang der Pläne kritisiert und der Stadt empfohlen, den Neubau in dieser Dimension abzulehnen.

Wie berichtet, hatten die Viertelpolitiker moniert, dass das neue Gebäude die Nachbarhäuser deutlich überragen würde. Die auf dem Dach sichtbar angebrachte Haustechnik verschiebe die Höhenmarke noch einmal zusätzlich.

Wenig erfreut waren die Gremiumsmitglieder zudem über die neue Fassade. Auch wenn das alte Kaut-Bullinger-Haus keinen Wettbewerb mehr gewinnen wird, habe es sich doch besser in die Umgebung eingepasst. Der Nachfolger steche mehr heraus. Zudem hatten sich die Viertelpolitiker auch Wohnungen gewünscht.

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