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Lukas Schierlinger
Anna Kirschner
Klaus-Maria Mehr
Am oberbayerischen Eibsee werden noch immer zwei Menschen vermisst. Ein Großaufgebot an Einsatzkräften sucht am Dienstag erneut nach einem 33-Jährigen und seinem Sohn (6).
Update 8. Juli, 16.00 Uhr: „Wir haben uns vorgenommen, zu suchen, bis wir finden“, sagte ein Sprecher der Polizei. Auch in den kommenden Tagen sollen die Maßnahmen weitergehen. Darüber, die Suche einzustellen, „denken wir noch nicht nach“.
Es seien erneut Taucher der Bereitschaftspolizei und Beamte auf Booten im Einsatz. Je nach Witterung werde auch wieder ein Polizeihubschrauber hinzugezogen. Der Such-Radius rund um die Unglücksstelle werde Stück für Stück erweitert, sagte der Polizeisprecher. Der Unfall geschah demnach relativ weit draußen auf dem See.
Zu Fragen, ob das Kind eine Schwimmweste trug oder ob der Vater Schwimmer oder Nichtschwimmer war, machte die Polizei bisher keine Angaben. Das sei Gegenstand der Ermittlungen. Die Familie stammt aus dem unterfränkischen Landkreis Haßberge.
Das Thema sei sehr emotional - insbesondere für die Angehörigen, aber auch aus der Bevölkerung gebe es viele Rückmeldungen, sagte die Polizeisprecherin. Spezialfirmen und Organisationen hätten angeboten, bei der Suche zu helfen. Diese Angebote würden geprüft.
Update 8. Juli, 8.55 Uhr: Die Suche nach einem vermissten 33-Jährigen und seinem sechsjährigen Sohn im Eibsee am Fuße der Zugspitze wird am Dienstagmorgen fortgesetzt. Es seien erneut Taucher und Beamte auf Booten im Einsatz, sagte eine Polizeisprecherin.
Update 7. Juli, 19.30 Uhr: Bis zum Abend haben die Einsatzkräfte im Eibsee nach einem untergegangenen Vater und seinem Sohn gesucht – dann mussten sie die Aktion ergebnislos unterbrechen. „Die Suche ist für heute eingestellt“, sagte ein Sprecher der Polizei. Voraussichtlich gehe es am nächsten Tag weiter.
Die Ermittlungen laufen. Hinweise auf Fremdverschulden gebe es nicht, teilte die Polizei mit.
Update 7. Juli, 17.15 Uhr: Die Suche nach Vater und Sohn nach dem Badeunfall im Eibsee läuft nach wie vor. Die 34-jährige Mutter des Kindes und Frau des Mannes sowie eine vierjährige Tochter hatten sich ebenfalls auf dem Boot befunden. Sie seien psychologisch betreut worden. Die Familie stammt nach Polizeiangaben aus Bayern.
Keine Angaben machte die Polizei etwa zur Frage, ob der Junge eine Schwimmweste getragen hatte. Eine generelle Pflicht zum Tragen von Schwimmwesten auf einem solchen Tretboot auf einem See gibt es nach Angaben des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) und der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) nicht.
Die DLRG-Präsidentin Ute Vogt teilte nach dem Unglück auf dem Eibsee mit: „Schwimm- und Rettungswesten können Leben retten. Ob Tretboot, Kanu, Sportboot oder irgendein anderes Gefährt auf Gewässern: Das Tragen solcher Westen sollte selbstverständlich und zumindest für Kinder verpflichtend vorgeschrieben sein.“ Das BRK wie auch die DLRG appellieren an Wassersportler, Schwimmwesten zu tragen, beispielsweise auch auf einem Ruderboot oder einem Standup-Paddel-Brett.
Update 7. Juli, 10.20 Uhr: Heute gehen die Suchmaßnahmen am Eibsee weiter. Seit den Morgenstunden seien Taucher, Boote und ein Hubschrauber im Einsatz, erklärte eine Polizeisprecherin.
Update 7. Juli, 7.05 Uhr: Vater und Sohn sind, wie zu erfahren war, an der tiefsten Stelle unter Wasser geraten – gut hundert Meter vom Ufer entfernt. Dort sind es um die 33 Meter bis zum Grund. Die Sicht für Taucher gilt in dem klaren Wasser zwar als recht gut, reicht etwa drei bis fünf Meter weit. Allerdings können Strömungen einen Körper sehr schnell forttragen. „Man sucht die Nadel im Heuhaufen“, sagt Jörg Jovy, Pressesprecher des BRK-Kreisverbandes. „Das ist schwierig.“
Update, 6. Juli, 16.33 Uhr: Soeben teilt die Polizei mit, dass die umfangreichen Suchmaßnahmen am Eibsee nach den beiden Vermissten für heute eingestellt wird. Morgen soll es weitergehen. Weiter fehlt von dem sechsjährigen Bub und seinem 33-jährigen Vater jede Spur. Die Retter suchten auch am Sonntag mit einem Großaufgebot. Unter anderem waren Einsatzkräfte der Wasserwacht, Polizeitaucher und ein Polizeihubschrauber im Einsatz.
Kind (6) und Vater nach Eibsee-Unglück vermisst: Bilder zeigen aufwändige Suchmaßnahmen




Update 6. Juli, 14.17 Uhr: Nach dem Tretboot-Unfall auf dem oberbayerischen Eibsee ging die Suche nach einem untergegangenen Vater und seinem sechsjährigen Sohn weiter. Polizei und Wasserwacht hätten am Morgen die Suchmaßnahmen wieder begonnen, sagte eine Sprecherin. Zahlreiche Einsatzkräfte und Taucher seien im Einsatz. Zeitweise war auch ein Polizeihubschrauber beteiligt.
Regen erschwerte die Aktion. Wegen eines Gewitters unterbrachen die Helfer kurzzeitig die Suche. Am Nachmittag schien die Sonne wieder.
Update 6. Juli, 9.46 Uhr: Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd hat in einer Presseaussendung noch einmal explizit über die heute stattfindenden Suchmaßnahmen informiert. Einsatzkräfte der Wasserwacht und der Polizei sind jetzt erneut vor Ort am Eibsee. Sie werden von einem Polizeihubschrauber bei der Absuche der Wasserfläche unterstützt.
In Richtung der See-Besucher heißt es: „Es ist somit mit einer größeren Anzahl von Rettungs- und Polizeikräften zu rechnen.“
Update 6. Juli, 7.05 Uhr: Nach dem Tretboot-Unfall im Eibsee soll heute die Suche nach einem untergegangenen Vater und seinem sechsjährigen Sohn weitergehen. Die Suchmaßnahmen waren in der Nacht abgebrochen worden (siehe unten). Bei Tagesanbruch werde erneut eine Taucherstaffel zur Unterstützung erwartet.
Tretboot-Unglück am Eibsee: Das waren die Entwicklungen am Samstag
Update, 21.29 Uhr: Die beiden im Eibsee Vermissten und ihre Familie stammen aus dem Landkreis Haßberge in Unterfranken. Das geht aus einer Mitteilung der Polizei hervor. Der Kriminaldauerdienst aus Weilheim hat die Ermittlung in diesem Vermisstenfall übernommen, allerdings wird weiter von einem Unfall ausgegangen. Es gebe keine Hinweise auf ein Fremdverschulden.
Wie die Wasserwacht gegenüber dem Bayerischen Rundfunk erklärte, wurden starke Unterwasserströmungen im Eibsee festgestellt. An der Unglücksstelle sei das Wasser 25 bis 30 Meter tief.
Suche nach Vermissten am Eibsee vorerst gestoppt – am Sonntag soll es weitergehen
Update, 18.53 Uhr: Die Suche nach dem im Eibsee vermisste Mann und seinem sechsjährigen Sohn wurde am Samstagnachmittag (5. Juli) vorerst ergebnislos eingestellt. Das berichtet das Bayerische Rote Kreuz in einer Mitteilung. Der Einsatz werde am Sonntag (6. Juli) fortgesetzt, nun allerdings als Bergungssuche eingestuft.
„Erste Wasserrettungskräfte waren bereits drei Minuten nach Eingang des Notrufs an der Unglücksstelle angekommen“, teilte BRK-Sprecher Sohrab Taheri-Sohi mit. Insgesamt waren mehr als 70 Einsatzkräfte vor Ort. „Die Einsatzleitung Wasserrettung ist betroffen über das Geschehen“, heißt es in der Mitteilung weiter. „Gleichzeitig dankt sie allen beteiligten Organisationen für die ausgesprochen professionelle und reibungslose Zusammenarbeit unter schwierigen Bedingungen. (...) Unsere Gedanken sind in dieser schweren Stunde bei den Angehörigen der Vermissten.“
Mann und Sohn (6) weiter im dem Eibsee vermisst
Update, 17.08 Uhr: Die Suchmaßnahmen am Eibsee (Grainau, Kreis Garmisch-Partenkirchen), wo am Mittag ein Mann und sein sechsjähriger Sohn im Wasser verschwunden sind, laufen weiter. Das berichtet eine Polizeisprecherin auf Nachfrage. Es werde im Wasser und an Land gesucht. Denkbar sei nämlich auch, dass die beiden es an Land geschafft haben, allerdings hätten sie dazu mehrere Hundert Meter im Wasser zurücklegen müssen, so die Polizei.
Mann und Sohn (6) weiter auf dem Eibsee vermisst
Gegen 11.15 Uhr war der Notruf vom Eibsee bei der Integrierten Leitstelle eingegangen. Seither fehlt jede Spur der Vermissten. Im Einsatz sind mehrere Wasserwachten aus der Region, darunter Kräfte aus Grainau, Krün, Wallgau, Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen und anderen Orten. Feuerwehr, Taucher der Berufsfeuerwehr, Rettungsdienst und Polizei sind vor Ort. Zwischenzeitlich stand auch ein Rettungshubschrauber bereit. Auch die Polizei setzte einen Hubschrauber zur Suche ein. Ein Kriseninterventionsteam betreut die Familie, deren Angehörige vermisst werden.
In der diesjährigen Badesaison gab es schon einige tragische Fälle. So starb ein Mann bei einem Badeunfall nahe Augsburg. Auch im Bodensee kam es vor wenigen Tagen zu einem Unglück.
Update, 15.37 Uhr: Noch immer gibt es keinen neuen Stand. Die gigantische Rettungsaktion läuft weiter auf Hochtouren. Hubschrauber sind ebenfalls im Einsatz. Die Mutter und Frau der beiden Vermissten wird gemeinsam mit ihrer vierjährigen Tochter von den Rettern betreut.
Update, 14.14 Uhr: Der große Rettungseinsatz dauert an. Wasserwacht, Polizei und Feuerwehr sind mit Tauchern und einer Vielzahl an Suchenden im Einsatz. Der vermisste Vater ist 33 Jahre alt, sagt eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd auf Nachfrage. Bei dem vermissten Kind handelt es sich um einen sechsjährigen Bub.
Erstmeldung, 12.37 Uhr: Die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd berichtet im Wortlaut:
„Derzeit kommt es im Eibsee nach einem Badeunfall zu einem Rettungseinsatz mit einer Vielzahl von Rettungskräften mit Unterstützung durch die Polizei. Nach ersten Erkenntnissen war eine vierköpfige Familie mit einem Tretboot auf dem Eibsee unterwegs als ein Kind der Familie ins Wasser fiel und unterging.
Der Vater sprang sofort ins Wasser, um sein Kind zu retten, ging aber ebenfalls unter. Nach beiden Personen wird derzeit mit vielen Rettungskräften gesucht. Es befinden sich eine größere Anzahl an Rettungskräften auf dem Eibsee, um nach den Personen zu suchen.“
Rubriklistenbild: © Foto: Peter Kneffel/dpa







