VonAlexandra Korimorthschließen
Katrin Woitschschließen
Bei der Leonhardi-Fahrt gab es einen Zwischenfall. Zwei Pferde gingen durch. Die Kutsche, in der auch die Landtagspräsidentin Ilse Aigner saß, kippte um.
Warngau – Ein paar blaue Flecken wird es geben, da ist Ilse Aigner sicher. Darüber kann sie aber hinweglächeln. Die Landtagspräsidentin saß gestern mit Jürgen Rode, dem Personalchef der Miesbacher Kreissparkasse, in der Kutsche, die bei der Warngauer Leonhardifahrt umkippte. Auch der Kutscher und dessen Frau blieben unverletzt.
Aigner berichtet von Kutsch-Unfall: Schuld war ein Hund
Alles sei sehr schnell gegangen, erzählt Aigner. Schuld an dem Vorfall war ein Hund, der von einem Hof in der Nähe ausgebüxt war. Er hatte sich laut Polizei wohl von seiner Leine losgerissen. „Er ist vor der Kutsche vorbeigerannt und hat die Pferde erschreckt.“ Die scheuten, sprangen zur Seite, und die Kutsche geriet in Schieflage und kippte auf die Seite. „Und wir alle sind rausgepurzelt“, erzählt Aigner. Richtig realisiert, was passiert ist, habe sie erst später. Von überall kamen Menschen herbeigeeilt, um zu helfen. Die Erleichterung war groß, als feststand, dass alle mit einem Schrecken davon gekommen waren. Auch die Pferde blieben unverletzt, nur die Deichsel der Kutsche war verbogen.
„Das letzte Stück bis zur Kirche sind wir einfach zu Fuß gegangen“, erzählt Aigner. Bis auf ein paar Dreckflecken am Trachtenkostüm war ihr von dem Vorfall nichts anzumerken. Der Warngauer Bürgermeister Klaus Thurnhuber brachte ihr ein Stamperl Obstler auf den Schreck. Der Bundestagsabgeordnete Alexander Radwan und Landrat Olaf von Löwis nahmen die Landtagspräsidentin besorgt in den Arm.
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„Perfekte Leonhardifahrt“: Ilse Aigner zeigt sich begeistert
Auch in anderer Hinsicht war es eine sehr besondere Leonhardi-Fahrt. In der Pandemiezeit hatte sie nur in kleiner Besetzung stattfinden können. Gestern kamen erstmals wieder 2000 Besucher zu der beliebten Veranstaltung. Die fand bei Bilderbuch-Herbstwetter und sonnigen 20 Grad statt. Fast alle Trachtenvereine aus dem Landkreis Miesbach und viele aus dem Nachbarkreis Bad Tölz-Wolfratshausen nahmen teil. Der Zug war mit 43 Gespannen und 70 Reitern so lang, dass die letzten Ponys noch gar nicht gestartet waren, als die ersten Reiter von der 1,7 Kilometer langen Schleife wieder zurückkamen. Auch Ilse Aigner sagte danach begeistert: „Es war eine perfekte Leonhardifahrt.“
Für sie war es übrigens nicht die erste wilde Kutschfahrt ihres Lebens, erzählte sie danach mit einem Schmunzeln. Schon zweimal war sie in Kutschen gesessen, als die Pferde durchgingen. „Einmal, in Waakirchen, sind sie sogar einen Hang runtergaloppiert“, erinnert sie sich. Bisher ging es immer gut aus. Deshalb werde sie auch weiterhin gerne in Kutschen steigen, kündigt sie an.
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