VonAlexandra Korimorthschließen
Andreas Högerschließen
Schrecksekunde bei der Leonhardifahrt in Warngau: Die Kutsche von Landtagspräsidentin Ilse Aigner fiel um, als die Pferde vor einem streunenden Hund scheuten. Die 57-Jährige überstand den Unfall ohne größere Blessuren.
Warngau – Ein strahlender Herbsttag beglückt am heutigen Sonntag (23. Oktober) das Oberland, wie gemalt für die Warngauer Leonhardifahrt, die heute zum ersten Mal wieder in größerem Rahmen stattfindet. Während der Coronajahre 2020 und 2021 waren die Rosserer nur in kleinem Rahmen gefahren, jetzt endlich waren wieder Besucher willkommen.
Leonhardifahrt in Warngau: Streunender Hund lässt Pferde scheuen
Viele der rund 2000 Besucher, der über 40 Gespanne und Reiter dürften den Vorfall gar nicht mitbekommen haben, der sich bei der ersten Umfahrt etwa auf Höhe Reitham ereignete. Augenzeugen stockte der Atem, als die Kutsche, in der Landtagspräsidentin Ilse Aigner neben Jürgen Rode von Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee saß, plötzlich umkippte.
Nach ersten Informationen hatte sich ein streunender Hund, der kein Halsband trug, von einem Anwesen in der Umgebung dem Wallfahrtszug genähert. Die Pferde der Ehrenkutsche mit Aigner gerieten in Unruhe und scheuten, der Kutscher vermochte sie nicht mehr zu kontrollieren. Offenbar setzten die Pferde über den Zaun einer Wiese, woraufhin die Kutsche umkippte.
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Leonhardifahrt in Warngau: Aigner rechnet nach Sturz mit blauen Flecken
Die beiden Kutscher, Aigner und Rode purzelten aus der Kutsche in eine Wiese. Offenbar kamen alle Beteiligte, auch die Pferde, mit dem Schrecken davon. Aigner machte sich zu Fuß auf den Rückweg von Reitham zur Wallfahrtskirche nach Allerheiligen, wo sie am Gottesdienst teilnahm. Wie sie kurz darauf berichtete, rechnet sie mit einigen blauen Flecken. Es sei alles so schnell gegangen, plötzlich seien sie aus der Kutsche gefallen. Sie kündigte an, sich nach der Wallfahrt umzuziehen und weitere Termine wahrzunehmen. Wie sie berichtet, sei es nicht ihr erster Kutschenunfall gewesen. Und sie werde sicher demnächst wieder in eine Kutsche steigen.
Weitere Zwischenfälle rund um die Leonhardifahrt sind bis dato nicht bekannt. Die Wallfahrt startete gegen 9.30 Uhr in Oberwarngau. Von dort geht es traditionell an der Wallfahrtskirche Allerheiligen vorbei nach Reitham und wieder zurück zur Kirche, wo die Segnung der Wallfahrer stattfindet. Dann gibt es eine zweite Runde über Reitham, ehe sich der Zug auflöst. Die Warngauer Leonhardifahrt, die 1983 wieder auflebte, gilt als einer der größten im Oberland.
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