Sport in Tölz, das ist nicht nur Eishockey und Fußball. Mit den „Capricorns“ macht auch ein American-Football-Verein von sich reden. Er bekommt nun einen neuen „Funktionsbau“ mit Umkleiden und Duschen im Farchet. Bei den Baukosten in Höhe von 450.000 Euro schießt die Stadt ordentlich was zu.
Bad Tölz – „Wir sind eine sehr sportliche Stadt“, stellte einmal mehr Andreas Wiedemann, Zweiter Tölzer Bürgermeister, am Freitagvormittag beim Spatenstich zum neuen Vereinsheim der „Tölzer Capricorns“ am Sportgelände im Farchet fest.
American Football ist das Metier des Clubs, der dort nun für rund 450.000 Euro ein zweigeschossiges Gebäude errichten wird. Bei dem zugesagten Zuschuss der Stadt in Höhe von 300.000 Euro setzt die Kommune auf Gleichbehandlung. „Genauso wie beim Bau der Vereinsheime der Fußballvereine SV und Rot-Weiß übernimmt die Stadt 70 Prozent und die restlichen 30 Prozent der Verein“, stellte der Zweite Bürgermeister Andreas Wiedemann fest.
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„Für unseren Anteil haben wir natürlich jede Menge Eigenleistung eingerechnet“, betont Thomas Dudek, der Vorsitzende der Capricorns, der zugleich als Bauleiter fungieren wird. Insgesamt wolle man bei dem Großprojekt ohne Kreditaufnahme auskommen und das Projekt neben der Eigenleistung der Mitglieder über Rücklagen und Spenden stemmen. Selbst auf einen möglichen Zuschuss des Bayerischen Landessportverbands wird verzichtet. „Zum einen ist der nicht besonders hoch und andererseits wird das wegen der Vergabekriterien viel zu kompliziert, wenn wir viel selbst machen wollen“, führte der Vereinschef aus.
„Ein zwar junger, aber sehr engagierter und aufstrebender Verein“, stellte Wiedemann fest, der anmerkte, „dass sie es besonders eilig haben. Das sieht man schon daran, dass beim ersten Spatenstich bereits das Fundament zu erkennen ist.“ – „Wir haben halt während der Ferien schon ein bisschen angefangen“, räumte Dudek ein.
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Insgesamt 150 Aktive, darunter 73 Kinder und Jugendliche sowie acht Cheerleaderinnen gehen im Verein dem American Football nach. Für sie entsteht nun im Farchet ein holzverschaltes Gebäude mit den Ausmaßen 17 Mal elf Meter. Während im Untergeschoss Umkleidekabinen und sanitäre Anlagen Platz finden, haben Haustechnik, Lager und ein großer Schulungsraum im Obergeschoss ihren Platz. „Positiv“, so Wiedemann, werde seitens der Stadt auch gesehen, dass die Capricorns eine Kooperation mit dem türkischen Fußballverein Genclikspor eingehen wollen. Letztere sollen dann die Anlagen mitnutzen können.
Ewald Scheitterer