VonVeronika Ahn-Tauchnitzschließen
Gleich dreimal musste die Lenggrieser Bergwacht am Mittwoch ausrücken. Zwei Frauen hatten sich verstiegen, ein Wanderer erlitt Krampfanfälle.
Lenggries – Der Oktober bescherte dem Isarwinkel einige goldene Tage. Entsprechend groß war der Andrang auf den Bergen. Vor allem auf dem Brauneck waren viele Wanderer unterwegs. Am fast sommerlich warmen Mittwoch musste die Bergwacht gleich dreimal ausrücken.
Kurz nach 13 Uhr mussten die Retter einer Wanderin zur Hilfe kommen, die sich verstiegen hatte. Die Frau wollte am Zirkuskessel abkürzen. Dabei geriet sie in sehr steiles Gelände. Irgendwann war der Punkt erreicht, an dem die 75-Jährige weder vor noch zurück kam. Anderen Wanderern war die missliche Lage der Frau aufgefallen. Sie wählten schließlich den Notruf.
Verstiegen im Zirkuskessel: Bergretter seilen sich 80 Meter ab
Die Rettung war für die freiwilligen Helfer der Bergwacht schweißtreibend: Sie seilten sich von oben etwa 80 Meter weit zu der Frau ab. „Am Seil gesichert konnte die Wanderin schließlich wieder zurück in wegsames Gelände gebracht werden“, berichtet Sylvia Frei, Pressesprecherin der Lenggrieser Bergwach.
Fast zeitgleich ging bei der Bergwacht erneut eine Meldung ein, dass sich ganz in der Nähe eine weitere Wanderin verstiegen hatte. tatsächlich saß die Frau am selben Hang fest. „Sie konnte von dem Rettungstrupp vor Ort gerettet und ebenfalls mit einem Flaschenzug aus dem Steilgelände gebracht werden“, so Frei.
Achselköpfe: Vater und Sohn (11) mit Heli gerettet
Der dritte Einsatz führte die Bergretter am Mittwochnachmittag schließlich an die Achselköpfe. Ein 51-jähriger Wanderer litt unter Krampfanfällen und hatte sich zudem am Knie verletzt. „Er konnte nicht mehr selbstständig aus dem anspruchsvollen Gelände absteigen, zudem hatte er seinen elfjährigen Sohn bei sich“, berichtet Frei. Da eine Rettung des Mannes vom Boden aus sehr viel Zeit in Anspruch genommen hätte, wurde stattdessen ein Rettungshubschrauber alarmiert. Mann und Kind wurden per Helikopter am Tau hängend aus dem schweren Gelände ins Wandergebiet am Brauneck gebracht. Von dort aus brachten sie die Bergretter mit dem Rettungsfahrzeug ins Tal.
Weitere Infos über die Lenggrieser Bergwacht auf www.bergwacht-lenggries.de
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