Auf Gas-Stopp vorbereitet

Vitalwelt Schliersee: Monte Mare kann auf Gas verzichten - Saunen bleiben beheizt

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Keine Probleme: Achim Stauder, Betriebsleiter des Monte Mare in der Vitalwelt Schliersee, rechnet mit einem regulären Betrieb des Bads und der Saunen – auch bei einem Gas-Stopp im Winter.
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Mit Öl betriebene Heizkessel sollen den Betrieb des Monte Mare in der Vitalwelt Schliersee im Ernstfall sichern. Die Saunen und Becken sollen so auch im Winter beheizt werden.

Schliersee – Wohl kein anderer Raum wird so stark geheizt wie eine Sauna. Während sich öffentliche Gebäude künftig mit 19 Grad begnügen müssen, wird’s im Monte Mare in der Schlierseer Vitalwelt bis zu 95 Grad heiß. Das soll auch weiterhin so bleiben, bestätigt Betriebsleiter Achim Stauder auf Nachfrage unserer Zeitung. Das Thema Energiesparen werde zwar grundsätzlich stark in der Unternehmensgruppe mit Sitz in Rengsdorf (Oberpfalz) diskutiert. Eine Schließung des Monte Mare in der Vitalwelt Schliersee sei aber nicht geplant. Auch die Beckentemperatur soll weiterhin „nicht zulasten der Gäste“ reduziert werden – wenngleich laut Stauder bereits eine automatisierte Anlage für möglichst geringen Energieaufwand sorgt.

Monte Mare setzt auf zwei Energieträger

Der Betriebsleiter ist sich deshalb so sicher, das Monte Mare nicht schließen zu müssen, weil die Einrichtung in Sachen Energie zweigleisig fährt. Zwar sorgen derzeit zwei Blockheizkraftwerke mit Gas für Strom und Wärme. Ursprünglich in der Vitalwelt verbaut wurden aber mit Öl betriebene Heizkessel (wir berichteten). Letztere sind jederzeit einsatzbereit. „Wir benutzen sie immer dann, wenn die Blockheizkraftwerke gewartet werden“, erklärt Stauder. Sollte also ein Gas-Stopp oder eine Rationierung im Winter kommen, kann das Monte Mare mit Öl weiter erholsames Schwitzen anbieten. „Die Leistung der Heizkessel ist sogar noch größer als die der Blockheizkraftwerke“, sagt Stauder. Untereinander könnten die Anlagen nahtlos umgeschaltet werden.

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Was ein Betrieb mit Öl und die Kostensteigerung beim Gas für die Eintrittspreise bedeutet, dazu hält sich Stauder bedeckt. Alte Verträge sicherten die Kosten in diesem Jahr noch. Was danach kommt, „da will ich keine voreiligen Schlüsse ziehen“, sagt der Betriebsleiter.

Betriebsleiter: Energie wird bereits gespart

Auf jeden Fall erhalten will Stauder neben den Saunen auch die Wassertemperaturen. In der Vitaltherme ist das Becken derzeit 30 Grad warm, das Salzwasserbecken wird auf 32 Grad geheizt. „Wir haben noch keine Überlegungen getroffen, weniger zu heizen“, sagt Stauder, auch weil das Monte Mare eben eine Therme sei. Allerdings hänge die Temperatur auch vom Wunsch des Marktes Schliersee ab. Das Monte Mare betreibt die Vitalwelt Schliersee bekanntermaßen im Auftrag der Gemeinde. „Wenn die Geschäftspartner den Wunsch äußern, die Becken kälter zu halten, sieht es vielleicht anders aus“, mutmaßt der Betriebsleiter.

Bis dahin würden sowohl er als auch die Gemeinde das Geschehen „beobachten“. Im Sommer habe die Beckenheizung, unterstützt von der Sonne, ohnehin nur wenig zu tun gehabt. Im Winter würde das Monte Mare „alle Knöpfe drehen“, um die dafür nötige Energie zu sparen. Im Vordergrund stehe aber weiterhin das Wohl der Bade- und Saunagäste.

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