Stadtrat München

„Wenn ich dir kein Glück wünsche“ – Abgesang auf den Wiesn-Chef: Letzte Sitzung von Clemens Baumgärtner

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Voller Einsatz für die Wiesn: Clemens Baumgärtner beim Platzkonzert.
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Wiesn-Chef Clemens Baumgärtner scheidet aus dem Amt. Am Mittwoch (26. Februar) hatte er seine letzte Sitzung. Und erhielt viel Lob vom baldigen Gegner.

München – Die Sitzung des Münchner Stadtrates am Mittwoch war schon etwas Besonders für Clemens Baumgärtner (CSU). Denn es war seine letzte als Münchner Wirtschaftsreferent. Der 48-Jährige hatte das Amt 2019 angetreten – damals noch mit einer Stadtratsmehrheit aus CSU und SPD.

Wirtschaftsreferat: Grüne und SPD hatten Ingolstadts OB Christian Scharpf ins Amt gewählt

Die neue Rathaus-Regierung aus Grünen und SPD hatte ihm aber keine zweite Amtszeit spendiert und den nun ehemaligen Oberbürgermeister aus Ingolstadt Christian Scharpf (SPD) zum Nachfolger bestimmt. Baumgärtner wiederum wird der Politik erhalten bleiben, die CSU hat ihn bekanntlich zum OB-Kandidaten gewählt – und damit zum Gegner von Münchens OB Dieter Reiter (SPD).

Der fand am Mittwoch aber doch sehr viel lobende Worte für den scheidenden Referenten. „Es ist eine Merkwürdigkeit, dass ich als amtierender Rathaus-Chef eine durchaus nicht negative Laudatio auf meinen Gegenkandidaten halten darf“, sagte Reiter. Sechs Jahre lang habe er mit Baumgärtner gut zusammengearbeitet, und dieser habe viel für die Wirtschaft geleistet, sich etwa für die Internationale Automobilausstellung (IAA) und deren Fortführung eingesetzt, in einer Zeit, in der es der Branche nicht gutgeht.

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Baumgärtner als Wiesn-Chef: 16 Tage zog er von zu Hause aus, um näher am Fest-Gelände zu sein

Baumgärtners Begeisterung als Wiesn-Chef sei beispiellos gewesen. Zehnmal habe er Adele, einmal Taylor Swift nach München geholt. „Auch wenn es nicht mein Musikgeschmack ist, das muss man erstmal hinkriegen. Danke für die geleistete Arbeit“, sagte Reiter – und ergänzte schmunzelnd: „Du wirst aber sicher verstehen, wenn ich dir für die OB-Wahl nicht wahnsinnig viel Glück wünsche.“

Bayerns beste Brauereien – Eine Reise durch die Bierkultur des Freistaats in 25 Bildern

Herzoglich Bayerische Brauhaus Tegernsee
Unsere Reise beginnt ganz im Süden Bayerns. Das Herzoglich Bayerische Brauhaus Tegernsee existiert belegbar seit 1675, sieht sich aber als Nachfolger einer angeblich um das Jahr 1000 gegründeten Bauerei im Kloster. © Marc Müller/dpa
Bier vom Brauhaus Tegernsee auf einem Tisch
Bekannt ist das Tegernseer Brauhaus unter anderem für sein Tegernseer Hell (Symbolbild). © IMAGO/Bernd Feil/M.i.S.
Aus der Landeshauptstadt München stammt Bayerns größte Brauerei: Paulaner.
Weiter geht‘s nach München. Aus der Landeshauptstadt stammt Bayerns größte Brauerei: Paulaner. Gegründet wurde die Brauerei-Gruppe 1634 von Mönchen des Paulanerordens. © Matthias Balk/dpa
Glas mit Bier von Paulaner
Zu den Spezialitäten von Paulaner gehören unter anderem Weißbier, Münchner Biere und weitere Bierspezialitäten, wie etwa das Oktoberfestbier. © IMAGO / Depositphotos
Augustiner Bräu ist die älteste Brauerei Münchens.
Augustiner Bräu ist die älteste Brauerei Münchens. 1328 wurde sie von Augustiner-Mönchen gegründet und existiert bis heute. © IMAGO/Manfred Segerer
Bierausschank im Augustiner Biergarten
Auch in Sachen Biergärten hält Augustiner einen Münchner Rekord. Der Augustiner Biergarten in der Arnulfstraße gilt als der älteste in der bayerischen Landeshauptstadt.  © IMAGO/Heinz Genhardt
Erdinger Weißbräu ist nach eigenen Angaben die größte Weißbierbrauerei der Welt.
Mit einem jährlichen Ausstoß von 1,7 Millionen Hektolitern ist Erdinger Weißbräu nach eigenen Angaben die größte Weißbierbrauerei der Welt. Einziger Standort ist Erding. Von dort aus wird das Weißbier in mehr als 100 Länder weltweit exportiert. © IMAGO/xDenisMArtx
Erdinger Bier im Glas und in Flaschen
Mit dem Verkauf seiner Biere machte Erdinger eigenen Angaben zufolge 2022 mehr als 170 Millionen Euro Umsatz. © Roman Starchenko/Imago
Die Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan ist die älteste Brauerei der Welt.
„Als älteste noch bestehende Braustätte der Welt steht unsere Brauerei beinahe erhaben in Freising auf dem Weihenstephaner Berg“, schreibt die Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan aus Freising über sich selbst. Gegründet wurde sie 1040. © IMAGO/Manfred Segerer
Weihenstephan bzw Weihenstephaner Bier
Neben traditionellen Biersorten, wie etwa Weißbier oder Pils bietet Weihenstephan auch ein Kellerbier an. (Symbolbild) © IMAGO/Manfred Segerer
Oettinger gehört zu den großen deutschen Brauereigruppen.
Oettinger gehört zu den großen deutschen Brauereigruppen. Das Familienunternehmen produziert seine eigene Marke Oettinger für Supermärkte und stammt aus dem bayerischen Schwabenland. © Peter Steffen/dpa
Zwei Bierflaschen der Brauerei Oettinger
Zwischen 2004 und 2013 war Oettinger auch das meistverkaufte Bier in Deutschland. © IMAGO / Herrmann Agenturfotografie
Das Brauhaus Riegele ist heute mit mehr 200.000 Hektolitern die größte Privatbrauerei Augsburgs.
Ebenfalls aus Schwaben stammt die Brauerei S. Riegele. Das Brauhaus ist heute mit mehr 200.000 Hektolitern die größte Privatbrauerei Augsburgs. © Michael Eichhammer/dpa
Das Neumarkter Lammsbräu aus der Oberpfalz ist nach eigenen Abgaben die größte Bio-Brauerei Deutschlands.
Das Neumarkter Lammsbräu aus der Oberpfalz ist nach eigenen Abgaben die größte Bio-Brauerei Deutschlands. Das Sortiment der Familienbrauerei umfasst neben Klassikern wie dem untergärigen Urstoff auch ausgefalleneres wie das Glutenfreie. © Armin Weigel/dpa
Glutenfreies Bier
Der Neumarkter Lammsbräu bietet auch glutenfreies Bier an. © Britta Pedersen/dpa
Aus Bayerns zweitgrößter Stadt Nürnberg stammt das Schanzenbräu
Aus Bayerns zweitgrößter Stadt Nürnberg stammt das Schanzenbräu, das neben Hellem auch die fränkische Spezialität Rotbier herstellt. © Daniel Karmann/dpa
Das Schlenkerla ist eine historische Brauereigaststätte im fränkischen Bamberg.
Das Schlenkerla ist eine historische Brauereigaststätte im fränkischen Bamberg. Sie wurde erstmals 1405 urkundlich erwähnt und ist die bekannteste Rauchbierbrauerei Deutschlands. © imago stock&people
Rauchbier von Schlenkerla
Den Namen „Schlenkerla“ verdankt die Brauerei der Legende nach dem einstigen Braumeister Andreas Graser. Dieser musste nach einem Unfall beim Gehen eine Verletzung mit dem Schlenkern seiner Arme ausgleichen. © IMAGO / Depositphotos
Die Brauerei Gebr. Maisel im oberfränkischen Bayreuth ist vor allem durch die Weizenbiermarke Maisel‘s Weisse bekannt.
Die Brauerei Gebr. Maisel im oberfränkischen Bayreuth ist vor allem durch die Weizenbiermarke Maisel‘s Weisse bekannt. © IMAGO / Manfred Segerer
Bierkastenpaletten vor der Zentrale Brauerei Gebrüder Maisel KG
Jährlich verkauft die Maisel-Brauerei über 800.000 Hektoliter Bier (Symbolbild). © Robert Schmiegelt/Imago
Das Bayreuther Hell ist ein typisches bayrisches Helles, wie es in den Biergärten zu Hause ist - süffig und mild, frisch und würzig.
Das Bayreuther Hell ist ein typisches bayrisches Helles, wie es in den Biergärten zu Hause ist - süffig und mild, frisch und würzig. © IMAGO / Manfred Segerer
Beim World Beer Award 2022 wurde die Kulmbacher Brauerei gleich drei Mal mit einer Medaille ausgezeichnet.
Beim World Beer Award 2022 wurde die Kulmbacher Brauerei gleich drei Mal mit einer Medaille ausgezeichnet. © David Ebener/dpa
Kulmbacher Brauerei
Die Geburtsstunde der Kulmbacher Brauerei geht auf Mitte des 19. Jahrhunderts zurück (Archivbild). © IMAGO / Depositphotos
Die Brauerei Schlappeseppel aus Aschaffenburg ist im Nordens Bayerns und auch im angrenzenden Hessen beliebt.
Die Region Unterfranken ist eigentlich mehr für ihren Wein als für ihr Bier bekannt. Doch die Brauerei Schlappeseppel aus Aschaffenburg ist im Nordens Bayerns und auch im angrenzenden Hessen beliebt.  © imago stock&people
Bier von Schlappeseppel
Das „Special“ von Schlappeseppel ist ein mildes, nicht hopfenbetontes Bier, gebraut nach alter Tradition aus hellem und mit einer kleinen Zugabe dunklem Malz Münchner Art. © IMAGO/Manfred Segerer

Wie beispiellos Baumgärtners Einsatz für die Wiesn tatsächlich war, zeigt eine Geschichte aus dem Nähkästchen, die CSU-Chef Manuel Pretzl zum Besten gab: Was nämlich kaum jemand wisse, ist, dass Baumgärtner während der Wiesn 16 Tage zu Hause ausgezogen ist. „Er hat sich ein Hotelzimmer genommen, gleich im Augustin Hotel, um möglichst nahe am Festgelände zu sein. Diese Leidenschaft für das Oktoberfest wird dir keiner so rasch nachmachen.“

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