VonSilke Schederschließen
Was für ein Sch...: Zwei Frakturen zog sich eine Langläuferin in der Jachenau zu. Verantwortlich dafür war ein Hundehaufen auf der Loipe.
Jachenau – Eigentlich herrschen in der Jachenau aktuell perfekte Wintersportverhältnisse. Trotzdem stürzten am Donnerstag die Langläufer bei einer Abfahrt nahe des Einstiegs Tannern reihenweise, eine Frau brach sich sogar das Handgelenk und den Unterarm. Der Grund: Ein Hund hatte mitten in der klassischen Spur einen Haufen Kot hinterlassen. „Also bitte nehmt eure Hunde an die Leine und sammelt die Hinterlassenschaften wieder auf“, appelliert Axel Gudelius in einem Facebook-Post.
Verboten ist es nicht, dass die Langläufer ihre Vierbeiner mitnehmen. „Es gibt keine Verbotsschilder,“ sagt der 30-Jährige auf Nachfrage. Trotzdem scheiden sich an dem Thema die Geister. Gudelius muss es wissen: Er betreibt den Skiservice direkt auf der Loipe nahe des Cafés „Beim Dannerer“. Immer wieder sieht er Hunde auf den Loipen frei herumlaufen – zum Ärger vieler Wintersportler. Dass ein Tier direkt in der Spur sein großes Geschäft verrichtet, sei natürlich ein unglücklicher Zufall – allerdings mit stark bremsenden Konsequenzen. „Das ist, also würde man plötzlich auf Teer auffahren.“
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Als Gudelius von dem Unfall hörte, entfernte er den Kot sofort. Der Ehemann der gestürzten Langläuferin erzählte ihm tags darauf von den ernsthaften Verletzungen seiner Frau. Das hätte nicht sein müssen, dachte sich Gudelius und machte den Vorfall öffentlich. Er hofft nun auf das Verständnis der Hundebesitzer – und damit auf ungetrübten Spaß am Wintersport. „Die Bedingungen sind perfekt, besser geht es nicht“, sagt der Jachenauer. Ihm zufolge liegt ein Meter Schnee und die Loipen – 40 Kilometer klassisch und 35 Kilometer Skating – sind dank des neuen Spurgeräts perfekt präpariert. sis
