Seit 30 Jahren Seelsorger im Isarwinkel

Wackersberg ehrt Pfarrer Leo Sobik: „Beseelter Priester und feiner Kerl“

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30 Jahre Seelsorger in Wackersberg: Da gab es zahlreiche Glückwünsche für Pfarrer Leo Sobik (4. v.  re.).

In einem Festgottesdienst wurde am Sonntag Pfarrer Leo Sobik geehrt. Seit 30 Jahren ist der 72-Jährige Seelsorger im Isarwinkel.

Wackersberg Nur das Wetter spielte nicht mit. Ansonsten hat alles gepasst, als die Wackersberger, Arzbacher und Fischbacher am Sonntag ihren Pfarrer Leo Sobik feierten. 30 Jahre ist der 72-Jährige mittlerweile im Isarwinkel. Grund genug, ein schönes Fest zu organisieren. Tamboure, Musikkapelle, Schützenkompanie und die Fahnenabordnungen aller Vereine aus der Gemeinde holten Sobik am Pfarrhof ab und begleiteten ihn zur Pfarrkirche.

Bevor der Dankgottesdienst begann, war es dem Jubilar ein großes Anliegen, allen Wegbegleitern der vergangenen drei Jahrzehnte ein herzliches „Vergelt’s Gott“ zu sagen. Mit eingeschlossen die zwischenzeitlich verstorbenen Helfer. „Ich bin innerlich wirklich bewegt“, gestand Sobik und blickte dankbar himmelwärts.

„30 Jahre Priester an einem Ort, das ist sehr selten“, versicherte der Tölzer Stadtpfarrer Peter Demmelmair den Gläubigen bei seiner Festpredigt im voll besetztem Gotteshaus und nannte Sobik einen „beseelten Priester und feinen Kerl“. Demmelmair brachte aber auch die Freude über Sobiks gute Gesundheit zum Ausdruck, verbunden mit dem Wunsch: „Reiche uns noch oft das Brot und den Kelch des Heiles.“ Und lächelnd kam die Antwort: „Mir geht’s so gut, ich bleibe gerne.“

Gemeinsam haben der Wackersberger und Fischbacher Kirchenchor die heilige Messe mit gestaltet. Natürlich gab es auch die „Schwarze Madonna“ von Tschenstochau zu hören. Lange Zeit den Kirchgängern am Fuße des Blombergs unbekannt, gehört es seit Sobiks Wirken zu deren Lieblingsliedern. Die teils auf Deutsch und dann wieder auf Polnisch gesungenen Strophen haben Sobik tief bewegt. Erst recht das Abschiedslied aus der Heimat, das Johann Schwedt anstimmte. Natürlich gab es am Ende auch Geschenke. Pfarrer Sobik hatte aber auch einen Wunsch parat: „Wir alle wissen, die Kirche ist ziemlich angeschlagen. Zeigt doch euren Glauben wieder mehr und kommt auch etwas häufiger zu den ganz gewöhnlichen Gottesdiensten.“

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Anschließend ging es im Festzug hinaus zum „Altwirt“, wo nach dem gemeinsamen Mittagessen, das von der Wackersberger Musikkapelle mit flotten Weisen umrahmt wurde, noch einige Überraschungen warteten. Der Fischbacher Frauenkreis trat als Engelschar an und nahm den Pfarrer kurzerhand mit zu den Heiligen in den Himmel. Ein Loblied auf ihren Pfarrer stimmten die Ministranten unter der Leitung von Katharina Rammelmaier an. In einem gespielten Witz bekamen die Besucher dann erklärt, was der Unterschied zwischen „Pax domini“ und Pack’s Domini“ ist. Hans Fuchs, Hans Benz, Georg Probst und Georg Kellner jun. hatten dabei die Lacher auf ihrer Seite.

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Viel zu Schmunzeln gab es auch bei der Einlage von Überraschungsgast Georg Aschenloher, der hintersinnig die Unterschiede zwischen den Kirchgängern und Beichtstühlen in Wackersberg und Lenggries herausarbeitete. Wenig Verständnis hatte er allerdings dafür, dass bei einem 30-jährigen Dienstjubiläum „gleich die Schützenkompanie aufmarschiert und dazu auch die Blaskapelle spielt“. Mit dem „Chor für alle Fälle“ unter der Leitung von Petra Willibald stimmten dann alle Besucher noch in ein gemeinsames Schlusslied ein. (Hans Demmel)

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