Rathaus wehrt sich gegen Kritik

Waldbad Nandlstadt: Markt korrigiert Aussage - doch komplettes Badeverbot

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Im Hauptbecken des Nandlstädter Waldbads herrscht nun doch ein komplettes Badeverbot. Eine Ausnahme gilt für das Kinderbecken.
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Im Waldbad Nandlstadt herrscht, anders als am Dienstag vom Markt verkündet, nun doch ein generelles Badeverbot. Eine kleine Ausnahme gibt es jedoch.

Nandlstadt - Im Fall des verunreinigten Hauptbeckens des Nandlstädter Waldbads hat sich der Markt am Mittwoch erneut mit einem wichtigen Hinweis an die Öffentlichkeit gewandt: Anders, als von einer Sprecherin am Dienstag mitgeteilt, herrsche nun doch ein vollumfängliches Badeverbot. 

Zunächst war lediglich von „Baden auf eigene Gefahr“ die Rede. Hier lesen Sie nun die jüngste Mitteilung von Nandlstadts Geschäftsleiter Michael Reithmeier im Wortlaut:

„Das Baden im Waldbad ist definitiv und vollumfänglich untersagt. So haben wir dies auch auf unserer Facebook-Page kommuniziert. Das Badeverbot beruht zum Einen auf der nicht ausreichenden Sichttiefe, zum Anderen aber hauptsächlich auf den zwischenzeitlich vorliegenden Wasserwerten. Die Keimbelastung macht einen weiteren Badebetrieb einfach unmöglich. 

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Natürlich müssen wir zusätzlich einen Hinweis darauf geben, dass Baden auf eigene Gefahr erfolgt, da wir das Wasser im Becken nicht so schnell ablassen können und Baden trotz des Verbotes ja grundsätzlich möglich wäre (eine Absperrung des Geländes ist uns nicht möglich). Das Wasser verbleibt daher nicht im Becken, sondern wird langsam abgelassen. 

Für Kinderbecken im Waldbad gilt Ausnahme - Biergarten geöffnet

Im Kinderbecken, welches dreimal wöchentlich abgelassen, gereinigt und neu eingelassen wird, ist das Baden auch nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt Freising weiterhin erlaubt. Hier bestehen derzeit keine Bedenken. Und natürlich wird (hoffentlich) auch unser Biergarten seinen Betrieb weiterlaufen lassen.“

So meldete sich der Markt Nandlstadt auf Facebook zu Wort:

Außerdem reagiert Michael Reithmeier auf die vor allem in der Facebook-Gruppe „Nandl-Chat“ laut gewordene Kritik, die zum Teil in wüste Beschimpfungen gegen die Waldbad-Verantwortlichen ausgeartet war.

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„Unabhängig davon ist die Situation des Bades nicht auf die Unfähigkeit oder mangelnde Pflege des Marktes Nandlstadt zurückzuführen. Wir stecken viel Arbeit in unser Bad. Allerdings war bereits vor der Badesaison klar, dass wir die Wasserqualität mit den vorhandenen Gegebenheiten nicht mehr aufrecht erhalten können. 

Deshalb wurden von uns entsprechende Fachleute mit einer Machbarkeitsstudie beauftragt, welche im Ergebnis darstellen soll, ob und mit welchem Aufwand (auch finanziell) der Weiterbetrieb des Waldbads in Zukunft möglich sein wird. Dies hat das Landratsamt ja auch in seinem Pressebericht entsprechend herausgestellt.“

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