VonArmin Forsterschließen
Genau in der heißesten Woche des Jahres: Im Waldbad Nandlstadt wird aktuell wieder vor dem Baden gewarnt. Hier finden Sie die Details zum Badeverbot.
Update vom Mittwoch, 26. Juni 2019: Die Marktverwaltung Nandlstadt hat ihre Aussage vom Dienstag inzwischen korrigiert - für das Hauptbecken im Waldbad gilt nun doch ein komplettes Badeverbot. Hier lesen Sie die komplette Mitteilung, in der auch von einer Ausnahme für das Kinderbecken die Rede ist.
Ursprüngliche Meldung vom Dienstag, 25. Juni
Nandlstadt - Die Temperaturen klettern auf Rekordniveau, doch im Nandlstädter Waldbad angekommen, werden Bürger, die sich nach Abkühlung sehnen, aktuell wieder von einer Warntafel empfangen: „Baden verboten! Markt Nandlstadt, Der Erste Bürgermeister“, steht auf einem Schild am Beckenrand, inklusive Wappen der Gemeinde. Außerdem ist folgender Hinweis angebracht: „Aufgrund der fehlenden Desinfektion des Badegewässers kann ein erhöhtes Risiko für die menschliche Gesundheit durch Krankheitserreger nicht ausgeschlossen werden. Baden auf eigene Verantwortung!“
Nachgefragt im Rathaus, erklärt eine Sprecherin Folgendes: „Das Waldbad ist seit ein paar Wochen eingelassen, die Gemeinde kann jedoch wegen zu vieler Algen derzeit keinen offiziellen Badebetrieb ausweisen.“ Soll heißen: Baden ist – anders als auf dem Schild im Waldbad – nicht verboten, erfolgt jedoch auf eigenes Risiko, ähnlich wie an jedem öffentlichen Badeweiher.
Wie es weiter geht, ist unklar - Biergarten bleibt geöffnet
Wie es weiter gehe, müsse erst noch abgeklärt werden, das Wasser bleibe vorerst im Becken, erklärte die Sprecherin. Und: „Der Biergarten ist nach wie vor geöffnet, die Betreiber freuen sich auf Besucher.
Erst im vergangenen Jahr mussten die Nandlstädter Bürger wochenlang auf ihr geliebtes Waldbad verzichten, damals sorgte das Schwimmverbot wegen schlechter Wasserqualität für Frust und Ärger bei den Nutzern. Bürgermeister Jakob Hartl hatte in der Bürgerversammlung Anfang des Jahres verkündet, Ziel sei es heuer, ohne Badeverbote auszukommen.
Auf Facebook, in der Gruppe „Nandl-Chat“, bringt den Verantwortlichen die erneute Badewarnung reichlich Kritik und teils wüste Beschimpfungen ein. „Wirklich ein Armutszeugnis“, schimpft eine Userin. Ein anderer schreibt frustriert: „Das Beste, was es in unserer Gemeinde gibt, ist es nicht wert, angemessen gepflegt zu werden.“
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