Doch es gab auch Kritik

Vier neue Wohnblöcke mit Tiefgarage ums Pfarrheim: „Das ist wie Weihnachten“

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Rund um das Pfarrheim an der Römerstraße entstehen vier neue Wohnblöcke.
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Der Rahmen für Neubauten rund um das Pfarrheim an der Römerstraße steht: Der Stadtrat hat die Aufstellung eines Bebauungsplans beschlossen, der dort vier zusätzliche Gebäude mit insgesamt etwa 47 Wohnungen vorsieht. Doch es gab auch Kritik.

Weilheim – Das Projekt an sich ist unstrittig: Das Ulrichswerk der Diözese Augsburg will auf dem kirchlichen Areal zwischen Römerstraße und Hardtschule rund 47 sozial gebundene Wohnungen zur Vermietung schaffen – sowohl ausgesprochene Sozialwohnungen als auch solche, die einkommensabhängig vergeben werden (wir berichteten). „Es ist völlig klar, dass wir solche Wohnungen brauchen“, sagte CSU-Sprecherin Marion Lunz-Schmieder, die zugleich Sozialreferentin des Stadtrates ist: „Aber die Verdichtung ist grenzwertig.“

Wohnungsbau in Weilheim auf kirchlichem Areal: Dringend vierter Wohnblock benötigt

Sowohl Alfred Honisch (Grüne) als auch einige CSU-Räte sähen deshalb gern einen Neubau weniger: Die drei dreistöckigen Blöcke direkt an Römer- und Hardtkapellenstraße seien okay, doch der vierstöckige in der Mitte des Areals führe zu „viel zu enger Bebauung“, warnte Klaus Gast (CSU): „Das wird den künftigen Bewohnern nicht mehr gerecht.“ Doch die große Mehrheit sah das anders. 

Man dürfe keinesfalls ein Gebäude streichen, sagte BfW-Sprecherin Brigitte Holeczek: „Wir brauchen dringend bezahlbare Wohnungen für unsere Weilheimer.“ Und der Innenbereich lasse sich samt viertem Block „gut gestalten“.

Wohnungsbau in Weilheim auf kirchlichem Areal: „Wir kriegen da kein Ghetto hin“

„Völlig vertretbar“ fand Michael Lorbacher (SPD) die Planung – und fügte an, er könne die Debatte nicht nachvollziehen: „Wir kriegen da kein Ghetto, da ziehen ganz normale Menschen wie du und ich hin.“ Gewiss seien die vertrauten Wiesen dort „nett“, so Lorbacher, „aber es ist innerstädtischer Bereich – wo sollen denn sonst Wohnungen entstehen?“ Horst Martin (SPD) fügte an: „Mietwohnungsbau hatten wir in Weilheim schon lange nicht mehr. Hier kriegen wir ihn, und das nicht einmal dichter als in vielen Eigentumsobjekten von Investoren.“

Wohnungsbau in Weilheim auf kirchlichem Areal: Wohnungsbau „ist wie Weihnachten“

Bei den vorliegenden Plänen „kann man nicht mal von Nachverdichtung reden“, befand Bürgermeister Markus Loth (BfW), „das ist ein offenes Baufenster“. Und Saika Gebauer-Merx (FDP) fand „klasse, dass sich überhaupt jemand bereitfindet, so viele Wohnungen in Weilheim zu bauen“. Das Ganze „auch noch mit Tiefgarage und Erhalt der Bäume: Das ist wie Weihnachten.“ 

Die Stadt solle dafür sogar „einen neuen Rahmen setzen“ und mehr Höhe zulassen. Doch soweit kommt es nicht. Wie bereits im Bauausschuss besprochen, soll der Bebauungsplan drei dreistöckige Wohnblöcke und einen vierstöckigen Block vorsehen. Dagegen stimmten nur Gast und Johannes Langer (CSU).

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