VonSascha Karowskischließen
München wird einen fünften ständigen Lebensmittelmarkt erhalten. Das geht aus Unterlagen der Verwaltung hervor. Der Stadtrat muss noch zustimmen.
München - Frisches Obst und Gemüse, Fleisch, Fisch und Käsespezialitäten sowie exotische Gewürze. Das Angebot auf Münchens vier Lebensmittelmärkten (Viktualienmarkt, Elisabethmarkt, Pasinger Viktualienmarkt und Markt am Wiener Platz) ist vielfältig. Und die Menschen lieben ihre Standl-Paradiese – zum Bummeln, Ratschen, Einkaufen. Jetzt sollen die Münchner einen zusätzlichen Markt bekommen. Das geht aus Unterlagen des Kommunalreferates für den Stadtrat hervor, die unserer Redaktion bereits vorliegen. Demnach ist der Ratzingerplatz in Obersendling als neuer Standort auserkoren worden.
Stadtrat will weiteren Lebensmittelmarkt in München: Zwei Standorte in Obersendling standen zur Auswahl
Der Stadtrat hatte die Verwaltung auf Antrag der CSU Anfang 2020 beauftragt, eine Fläche zu suchen und eine entsprechende Machbarkeitsstudie durchzuführen. Neben dem Ratzingerplatz war auch die nahe gelegene Zeppelinhalle in der Auswahl. Das Planungsreferat hatte sich jedoch auf ersteren festgelegt, da dieser zum Quartierszentrum entwickelt werden soll.
Mit U-Bahn-Anschluss (U3-Haltestelle Aidenbachstraße ) und dem darüber liegenden Busbahnhof ist das Areal gut erreichbar. Zudem soll die Tram-Westtangente den neuen Markt künftig noch besser anbinden. Untersucht wurden in der Studie zwei Varianten: zum einen zwei große Hallen, zum anderen offene Marktstände, wie sie etwa vom Viktualienmarkt bekannt sind. Kommunalreferentin Kristina Frank (CSU) wird dem Stadtrat vorschlagen, die offene Variante zu beschließen.
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Neuer Ratzingermarkt in München: 20 Stände unterschiedlicher Größe sowie geschlossene Gebäude geplant
Dabei würde ein Marktplatz mit einem zum Kreuzungsbereich hin akzentuierten, geschlossenen Kopfbau entstehen. Der Markt wird durch 20 teils freistehende Marktstände unterschiedlicher Größe, eine mittig liegende Marktpromenade sowie durch geschlossene Gebäude gebildet. Ein Gebäude mit zusätzlichen Nutzungen wird von der Promenade erschlossen. Im Obergeschoss könnte Gastronomie entstehen.
„Wir freuen uns, dass unser Antrag nun Realität wird“, sagt CSU-Stadträtin Veronika Mirlach. „Der Ratzingerplatz ist heute eine eher trostlose Gegend und kein Platz, an dem man sich gerne aufhält. Das wird nun endlich anders.“
Lebensmittelmärkte in München: Auf dem Viktualienmarkt werden bereits seit dem Jahr 1807 Waren verkauft
München hat bislang vier ständige Lebensmittelmärkte. Der bekannteste ist der Viktualienmarkt, der zu den Sehenswürdigkeiten der Landeshauptstadt gehört. Er findet auf über zwei Hektar seit 1807 täglich (außer an Sonn- und Feiertagen) statt. Daneben gibt es im Westen der Stadt seit dem Jahr 1907 den Pasinger Viktualienmarkt (Foto) mit 400 Quadratmetern. Zum Vergleich: Der Markt am Ratzingerplatz soll circa 1000 Quadratmeter Marktfläche bieten.
Bereits seit dem Jahr 1889 befindet sich zudem ein fester Lebensmittelmarkt am Wiener Platz (Haidhausen). Und seit 1903 gibt es den Elisabethmarkt in Schwabing. Der wird seit Herbst 2020 umfassend saniert.
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