VonVeronika Ahn-Tauchnitzschließen
Einen ganzen Abend widmen Tölzer Marionettentheater und Planetarium dem Eglinger Autor Herbert W. Franke.
Bad Tölz-Wolfratshausen – Fans des Eglinger Science-Fiction-Autors Herbert W. Franke sollten sich den 12. Oktober vormerken: Tölzer Marionettentheater und Planetarium widmen dem 92-Jährigen einen Abend.
Im Planetarium präsentiert der Autor die Uraufführung des „Astropoeticon“: Die Zuhörer können 16 Weltraumgedichte mit Musikuntermalung im künstlichen Sternenlicht genießen. Begleitet von sphärischen Klängen könne man sich „entspannt zurücklehnen“, erklärt Susanne Päch. Die Pressesprecherin und Frau von Herbert W. Franke beschreibt die Gedichte als „assoziativ“, die zum Nachdenken anregen. Die Aufführung dauert etwa eine halbe Stunde.
Beginn des „Astropoeticon“ ist um 17 Uhr, der Eintritt kostet 7 Euro. Ab 19 Uhr bieten die Isarwinkler Sternfreunde vor dem Planetarium noch die Möglichkeit, durch Fernrohre den Saturn zu beobachten. Hier ist Teilnahme kostenlos. Die Beobachtung ist aber nur bei klarem Himmel möglich.
Frankes „Kristallplanet“ im Marionettentheater
Um 19.30 Uhr wird dann „Der Kristallplanet“ gezeigt. Franke hat das Stück eigens für das Tölzer Marionettentheater geschrieben. Uraufführung war an seinem 80. Geburtstag. Seitdem steht es regelmäßig auf dem Spielplan und lockte bis heute rund 1200 Besucher an.
Das experimentelle Schauspiel handelt vom Aufbruch zu einem fernen und geheimnisvollen Ort im Universum. Die Astronauten Elena, Spoerk und Collison werden dabei von einem geheimen Kontrollzentrum minutiös überwacht – „eine düstere Allegorie des Überwachungsstaates, der heute durch die modernen Technologien eine ganz neue Dimension erhält“, heißt es in der Pressemitteilung.
Bei der Vorstellung kommen multimediale Trickverfahren zum Einsatz, die ein Raumschiff zum Schweben bringen. Digitale Projektionen machen das Stück zu einer modernen Art des Marionettentheaters. Vor der Aufführung geben Albert Maly-Motta vom Marionettentheater und Franke Einblick in die Entstehung des Projekts. Zudem liest der Autor zwei seiner Kurzgeschichten. Der Eintritt kostet 19 Euro.
Eintrittskarten können bei der Tourist-Information, im Stadtmuseum und an der Theaterkasse gekauft werden. va/abo

