Die beliebte ARD-Serie „Hubert und Staller“, beziehungsweise „Hubert ohne Staller“ spielt in Wolfratshausen. Dort erwartet Fans nun eine neue Attraktion.
Wolfratshausen – Wer stürzte in der 100. Folge von „Hubert und Staller“ aus dem Fenster des Wolfratshauser Rathauses? Richtig, das war Franz Hubert, dargestellt von Christian Tramitz. Er wurde von einem Unbekannten in die Tiefe gestoßen, als er sich im Büro des Bürgermeisters umsah, der zuvor selbst unter mysteriösen Umständen aus dem Fenster gefallen war. Diese und elf weitere knifflige Fragen können Fans der in und um Wolfratshausen spielenden ARD-Kult-Krimiserie ab sofort bei einem Spaziergang durch die Stadt beantworten. Die Rätsel sind per QR-Code auf zwölf Sitzbänken zwischen Rathaus und Märchenwald mit dem Smartphone ablesbar.
Bürgermeister Klaus Heilinglechner, die städtische Tourismusbeauftragte Gisela Gleißl und ihre Mitarbeiterin Laura Schniotalle stellten die vierte „Mein Bankerl“-Runde nach dem Familienweg, dem Entspannungsweg und dem Sportweg am Mittwoch bei einem Pressegespräch in der Rathauspassage vor. Weil „Hubert und Staller“ seit 2018 nach dem Ausscheiden von Helmfried von Lüttichau bekanntlich „Hubert ohne Staller“ heißt, die Fragen sich aber auf sämtliche bisherige Episoden beziehen, hat die Stadt die Schreibweise „Hubert und (durchgestrichen) ohne Staller“ gewählt.
Bürgermeister verrät: „Ich schaue jede Folge“
„Ich schaue jede Folge – zum Leidwesen meiner Frau, weil es von unserer gemeinsamen Zeit abgeht“, bekannte Klaus Heilinglechner bei der Präsentation. Den Tipp am Rande von Aufnahmeleiter Johannes Röck, die Gattin doch zum Mitschauen zu motivieren, will der Bürgermeister demnächst auf jeden Fall beherzigen.
Regelmäßig verfolgen sollte man die skurrilen Fälle der Dorfpolizisten schon, um die von Johannes Röck sowie Stephanie und Michael Hill vom „Mein Bankerl“-Team erdachten Rateaufgaben zu lösen, profundes Krimiwissen ist gefragt. Neben dem Multiple-Choice-Quiz gibt es an jeder Station interessante Informationen zu der beliebten ARD-Vorabendreihe, die für Heilinglechner „eine ganz tolle Werbung und wichtige Institution für Wolfratshausen“ geworden ist.
Fans können bei „Mein Bankerl“-Weg Stallers Polizeijacke gewinnen
Das Prinzip von „Mein Bankerl“ ist einfach und kostenfrei. Die „Mein Bankerl WOR“-App findet man sowohl im Google Play Store als auch im App Store. In der App kann sich der Smartphone-Besitzer einen der vier Bankerl-Wege auswählen, herunterladen und starten. Eine Karte zeigt Station für Station an. Die dort angebrachten QR-Codes führen zu den Übungen, Fragen oder Aufgaben. Am Ende erscheinen die Auswertung und eine Urkunde. Als besonderes Schmankerl der „Hubert und/ohne Staller“-Tour verlost die Stadt unter den erfolgreichen Teilnehmern Original-Requisiten wie zum Beispiel Stallers Polizeijacke.
Für jene, die kein geeignetes technisches Equipment besitzen, stellt Tourismusmanagerin Gleißl Führungen in Aussicht – sobald es weitere Lockerungen in der Corona-Krise gibt. Ansonsten empfehlen die Macher des „Bankerlns“, dass Großeltern die Kinder und Enkel mit auf die etwa sechs Kilometer lange Tour nehmen. Sie sei eine „Mischung aus Geocaching, Wandern, Spiel und Spannung für die ganze Familie“, wirbt Gleißl.
„Hubert und/ohne Staller“-Schaufenster in Rathauspassage
Lust auf das Freizeitvergnügen macht das neu gestaltete Schaufenster in der Rathauspassage. Die Modellbaufirma Grüne aus Wolfratshausen hat dafür Szenen aus „Hubert und/ohne Staller“ liebevoll nachgebildet. Einige Requisiten sowie Filmausschnitte sind zu sehen. Gleichzeitig bildet der Schaukasten den Start- und Zielpunkt.
Tanja Lühr
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