Umfangreiche Ermittlungen

Wäscherei findet Brieftasche mit 500 US-Dollar - Polizei arbeitet an Happy-End

Ein Fund in einer Wolfratshauser Wäscherei brachte umfangreiche Ermittlungen ins Rollen. Die Polizei steckte viel Energie in die Suche nach dem Besitzer einer gut gefüllten Brieftasche.

Wolfratshausen – Ein Angestellter einer Wolfratshauser Wäscherei findet inmitten eines Wäschebergs einen Geldbeutel mit 500 US-Dollar Inhalt– das alleine ist schon ungewöhnlich. Noch ungewöhnlicher sind allerdings die Ermittlungen, die dieser Fund ins Rollen brachte.

Der 32-jährige Angestellte fand die Brieftasche am Dienstag und gab sie bei der örtlichen Polizei ab. Die ersten Ermittlungen nach dem Besitzer sind laut Polizeibericht „nicht zufriedenstellend“ verlaufen. Da die Wäsche bereits in der Mangel war, sei es nicht mehr möglich gewesen, abzuklären, woher die Wäsche geliefert worden war – das Einzugsgebiet der Wäscherei reicht von Südbayern bis Österreich.

„Allerdings gab man sich bei der Polizei Wolfratshausen nicht geschlagen“, heißt es weiter. Die Kollegen der Grenzpolizei Murnau wurden zu Hilfe gebeten. Mit einem Prüfgerät stellten die Beamten nicht nur die Echtheit des Geldes fest. Sie registrierten auch auf der Innenseite der Passmappe einen spiegelverkehrten Abdruck. Der wies auf die Bordkarte eines Fluges hin.

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Die Beamten recherchierten – und stellten fest: Alles deutet darauf hin, dass eine Chinesin Eigentümerin des Geldbeutels ist. Die 30-Jährige hielt sich als Touristin in Deutschland auf und hatte ihren Reisepass kürzlich als verloren angezeigt. „Ganz offensichtlich ist ihr in der Landeshauptstadt nicht nur ihr Reisepass, sondern auch der Geldbeutel mitsamt den aufgefundenen 500 US-Dollar Bargeld abhandengekommen“, schreibt die Polizei. Das Gute daran: Die Münchner Polizisten hatten die kompletten Personalien einschließlich der chinesischen Wohnanschrift erfragt, sodass die Eigentümerin schließlich ermittelt werden konnte.

Das Happy-End steht noch aus: Die Chinesin hat Deutschland bereits wieder verlassen. Die chinesische Botschaft soll nun Kontakt mit der 30-Jährigen aufnehmen, um den Geldbeutel oder die 500 Euro nach Fernost zu transferieren.  prp

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