Planungen laufen

Nach Kosten-Debakel: Programm für Flussfestival 2019 steht – doch ein Detail stört

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Viele Helfer, viele Zuschauer: Das Flussfestival 2017 bescherte der Stadt unterm Strich trotzdem ein deftiges Minus.

Die Planungen für das Flussfestivals 2019 laufen. Ein so hohes Defizit wie 2017 soll vermieden werden. Die Informationslage ist noch dürftig – für den Kulturreferenten Anlass zu Kritik.

Wolfratshausen – Ein Publikumserfolg, aber kein Kassenschlager: 6500 Zuschauer besuchten das Flussfestival 2017, die Kulturreihe machte trotzdem ein Defizit von fast 220.000 Euro. Daraufhin war sich der Ausschuss für Kultur, Jugend, Sport und Soziales einig: Das Festival soll weitergehen, aber die Kosten müssen überschaubar sein. Nun steht das Programm für die Neuauflage 2019, wie die Stadt Wolfratshausen auf dem Blog der Kommune verkündet. „Unsere Programmplanung ist abgeschlossen, und mit den meisten Künstlern sind die Verträge unter Dach und Fach“, sagt die städtische Kulturbeauftragte Marion Klement im Interview für die Internetseite.

Details zu den auftretenden Künstlern sucht man auf dem Blog allerdings noch vergeblich. „Wir können und dürfen noch nicht viel verraten“, wird Klement zitiert. Es werde aber wieder eine Show unter der Regie von Dominik Halamek geben. Auch die Band „Bananafishbones“ sei im Boot. Geplant ist „ein Mix von Kabarett, Konzert und Show – regional und überregional“. Zum organisatorischen Ablauf des Festivals ist aus dem Interview mit der Flussfestival-Verantwortlichen lediglich ein Satz zu entnehmen: „Die Bühne und die Tribüne bleiben auf alle Fälle.“ Eine offizielle Pressemitteilung zur Neuauflage des Flussfestivals gibt es nicht. Klement erklärt auf Nachfrage unserer Zeitung, derzeit noch keine Informationen an die Presse weitergeben zu dürfen.

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Der Kulturreferent des Stadtrats, Alfred Fraas (CSU), kritisiert die dürftige Informationslage. „Wir haben im Ausschuss zwar erfahren, dass etwas läuft“ – was genau, das würden jedoch weder er noch seine Ausschusskollegen wissen. „Ich hoffe sehr, dass wir noch mehr erfahren. Es wäre schon wünschenswert, als Kulturreferent zumindest informiert zu werden.“ Fraas hatte einige Änderungen angeregt. Nachdem die Bilanz des Festivals 2017 im März dieses Jahres vorgelegt worden war, plädierte er für mehr Zuschauerplätze und etwas höhere Eintrittspreise. Fraas: „Ob diese Vorschläge umgesetzt werden, habe ich bis heute nicht erfahren.“

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In nicht-öffentlicher Sitzung sei über das Festival gesprochen worden, einen Gesamtüberblick hätten die Stadträte noch nicht erhalten. Der SPD-Fraktionssprecher Fritz Meixner sieht die Situation anders. „Ich fühle mich bei der Planung gut mitgenommen.“ Den Räten sei das Programm erläutert worden. „Mir hat es gut gefallen“, sagt Meixner. Details darf auch er nicht weitergeben.

„Dem Ausschuss wurde das Programm bereits im Juli mitgeteilt“, bestätigt Bürgermeister Klaus Heilinglechner (Bürgervereinigung). Man habe darauf geachtet, keine allzu teuren Künstler zu engagieren. „Das Festival soll natürlich attraktiv sein, aber ein so hohes Defizit wie im letzten Jahr wollen wir auf jeden Fall vermeiden“, so der Rathauschef. Gespart werden solle in den Bereichen Technik und Organisation. „Für einige Arbeiten läuft die Ausschreibung“, berichtet der Rathauschef. Lediglich das Programm sei festgelegt, alles weitere würde noch entschieden. Im November soll der Kartenvorverkauf für das Festival beginnen. Zuvor plane das Rathaus eine Pressekonferenz, in der das Programm präsentiert wird. Dominik Stallein

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