Die Vorbereitungen für den 1. Mai laufen bereits. Die Kolpingfamilie Wolfratshausen stellt in diesem Jahr wieder einen Maibaum an der alten Floßlände auf.
Wolfratshausen – „Wir haben jetzt schon 35 Maimadln und -burschen“, freut sich Verena Eichiner. Die 23-Jährige organisiert heuer die Vorbereitungen für die Maifeier. „Es sind einige wieder mit dabei, die schon vor vier Jahren mitgeholfen haben“, sagt Eichiner. Aber auch viele neue Mitstreiter weiß sie an ihrer Seite. Auch wenn die Kolpingfamilie das Fest organisiert – „bei uns kann jeder mitmachen, ganz egal, ob Mitglied oder nicht“. Einzige Bedingung: Die Madln und Burschen müssen unverheiratet und zwischen 16 und 30 Jahre alt sein. Gemeinsam werden sie den Baum einholen, bewachen, bemalen und schließlich am 1. Mai in die Höhe stemmen.
Voraussetzung, dass dies alles gelingt, ist eine enge Zusammenarbeit. „Das ist wahrscheinlich das Schönste an der Arbeit: Man wächst als Gruppe in den wenigen Monaten ganz eng zusammen und verbringt wahnsinnig viel Zeit miteinander“, schwärmt Verena Eichiner. Die Wolfratshauserin hat bereits vor vier Jahren an der Maifeier mitgewirkt. „Diese schöne, gemeinsame Zeit gibt einem sehr viel“, erinnert sie sich. Schließlich ist die Planung nicht bloß Arbeit – sondern bedeutet auch viel Vergnügen. Die abendlichen Maibaumwachen zum Beispiel verbinden beides: In der Wachhütte, die im Garten des sogenannten Klein-Anwesens an der Bahnhofstraße steht, treffen sich am Wochenende viele junge Leute, um sich zum einen auf das Fest einzustimmen und zum anderen natürlich, um auf den Baum aufzupassen.
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Anfang März ist es soweit. Dann werden die Aktiven den Baum aus Schwaigwall holen und in einem feierlichen Umzug an die Bahnhofstraße bringen. Ab dann bleiben den jungen Frauen und Männer rund zwei Monate Zeit für die Vorbereitung. „Die Arbeit ist schon recht zeitintensiv, den Vorlauf können wir also gut gebrauchen“, sagt Verena Eichiner. Beispielsweise müssen noch einige Schritte eingeübt werden, damit die Madln und Burschen am Festtag um den Maibaum tanzen können. Damit das klappt, muss intensiv geprobt werden. „Wir wollen das so gut einstudieren, dass am Schluss alles sitzt“, sagt die 23-Jährige. Darüber hinaus planen die Maimadln und -burschen das Fest und richten den Baum her. Auch heuer wird ihn ein weißblaues Rautenmuster zieren.
Treffen
Treffen
Wer Lust hat, Teil der Maijugend zu werden, ist für Freitag, 15. Februar, um 19.30 Uhr zu einem Treffen im Löwenbräu eingeladen. Interessierte können sich auch bei Verena Eichiner melden, E-Mail verena.Eichiner@googlemail.com oder Telefon 01 76/84 83 13 52.
Dominik Stallein
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