VonFrederik Langschließen
Wolfratshausen - Die Meldungen überschlagen sich. Wieder gibt es Neuigkeiten zur möglichen Übernahme des Möbelhauses Möbel Mahler durch die XXXLutz-Gruppe. Ist schon alles in trockenen Tüchern?
Update vom 18. November 2015: Möbel Mahler in Wolfratshausen macht zu - ein Paukenschlag für den Landkreis. Wir informieren Sie hier über alle Entwicklungen und sagen Ihnen, wie viele Mitarbeiter von der Schließung betroffen sind.
Die Spekulationen um eine Übernahme von Möbel Mahler in Wolfratshausen durch den Branchenriesen XXX Lutz reißen nicht ab. Die Südwest Presse hatte zuletzt berichtet, dass der Deal bereits über die Bühne gegangen sei. Mahler reagierte umgehend mit einer Pressemitteilung. Tenor: Die Verhandlungen laufen, die Anmeldung des Zusammenschlusses beim Kartellamt (Aktenzeichen B1-221/15) sei rein vorsorglich erfolgt.
Neue Papiere
Gestern legte die Tageszeitung für Ulm und Neu-Ulm nach. In ihrem Online-Auftritt berichtet sie über Dokumente, die der Redaktion vorliegen würden. Aus denen soll hervorgehen, dass sich das Familienunternehmen mit der österreichischen Möbelkette mit Sitz in Wels auf die Übernahme der Standorte Bopfingen und Wolfratshausen geeinigt hat – für angeblich 45 Millionen Euro. Darauf angesprochen sagte Senior-Chef Gerhard Mahler gegenüber der Südwest Presse: „Die erwähnten Fakten beruhten auf Verhandlungsinhalten von Ende August. Sie sind mittlerweile überholt.“ Ob und wie es zu einem Zusammenschluss komme, lasse sich noch nicht sagen. „Sobald die Genehmigung der Kartellbehörden vorliegt und die Verhandlungen abgeschlossen sind, werden wir unsere Mitarbeiter zeitnah informieren.“
Noch vor wenigen Wochen hieß es, dass XXX Lutz sich mit zehn Prozent am Standort Neu-Ulm beteiligen wird. Ansonsten sollte sich an den Besitzverhältnissen nichts ändern, das Unternehmen in Wolfratshausen also in Familienhand bleiben. Weitere Auskünfte waren gestern nicht zu bekommen. Anfragen im Mahler-Stammhaus in Bopfingen wurden mit dem Verweis auf die aktuelle Pressemitteilung sowie der Aussage abgeblockt, dass derzeit keine weitere Stellungnahme möglich sei. Auch bei XXX Lutz gab man sich freundlich, aber zugeknöpft. Die am Montag versandte Pressemitteilung sei gemeinsam mit Möbel Mahler erarbeitet worden. Dem sei nichts hinzuzfügen. Möbel Mahler beschäftigt rund 1000 Mitarbeiter, 200 in Wolfratshausen und jeweils rund 400 in Bopfingen und Neu-Ulm. Bei XXX Lutz sind es 20 500 Mitarbeiter an rund 220 Standorten.
fla
