Vierte Auflage

Wolfratshauser Flussfestival lockt 2019 mit Mutzke und den Fishbones

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Sind beim Flussfestival dabei: Die Bananafishbones.

Zum bereits vierten Mal findet in Wolfratshausen nächstes Jahr das Flussfestival statt. Bei den 18 Veranstaltungen dürfte für jeden Musik-und Unterhaltungsgeschmack etwas dabei sein.

Wolfratshausen – Im Sommer 2019 verwandelt sich die schwimmende Bühne an der alten Floßlände zum vierten Mal mal in einen kulturellen Hotspot: Vom 5. bis 21. Juli erfährt das Flussfestival eine Neuauflage. Von Schlager, Pop, Reggae und Klassik bis hin zu Rock und von Akrobatikshow bis Comedy: Bei 18 Einzelveranstaltungen ist für jeden etwas dabei. „Wir wollen wieder ein Kulturangebot bereitstellen, das gut ankommt und das das Leben in unserer wunderschönen Gegend noch attraktiver macht“: Das betonte Bürgermeister Klaus Heilinglechner am Donnerstag in einem Pressegespräch im Rathaus.

Ob Tango, afrikanische Einflüsse oder bayerische Volksmusik: Der Wahl-Ickinger Willy Astor spielt mit seiner Band „Sound of Island“ am 5. Juli zum Festivalauftakt. Auch die Vollblutmusiker der Tölzer Band Bananafishbones statten der alten Floßlände einen Besuch ab. Mutmaßlich großen Zuspruch erfährt der Abend mit dem Sänger Max Mutzke, der bereits beim Flussfestival 2017 für volle Zuschauerränge sorgte.

Tritt beim Festival als Hauptakt auf: Max Mutzke

Neu ist die Personalbesetzung: Den Job des Geretsrieders Günter Wagner, vor zwei Jahren Festivalleiter, übernimmt das städtische Kultur- und Veranstaltungsmanagement in Person von Marion Klement und ihrer Assistentin Marlene Schretzenmaier. „Wir stemmen das jetzt allein“, so Klement.

Anders als in den Vorjahren gibt es 2019 keine expliziten Jugendveranstaltungen. „Die Zielgruppe hat das Angebot leider zu wenig angenommen“, erklärte Heilinglechner mit Bedauern. Zudem ist die Zahl der Hochkaräter reduziert worden – aus Kostengründen: „Wir haben jetzt halt keine Künstler mehr in der Liga von Rainhard Fendrich mit dabei“, stellte Heilinglechner mit Blick auf die Gagen fest.

Trotzdem habe man es geschafft, für das Festival wieder Top-Künstler zu engagieren, die zur ganz besonderen Location am Loisachufer passen. Der wohl bekannteste unter ihnen ist Max Mutzke. „Das ist ein ganz toller Kerl. Nett, locker, und er hat eine tolle Stimme“, schwärmte der Bürgermeister, der beim Flussfestival 2017 zum Mutzke-Fan wurde. Heilinglechner hatte vor dessen Konzert in Wolfratshausen noch nie etwas von dem Südbadener gehört – als der Rathauschef wenige Tage später nach einem Wunschkünstler fürs Festival 2019 gefragt wurde, antwortete er spontan: „Max Mutzke.“

Auch er dürfte den meisten bekannt sein: Künstler Willy Astor

„Natürlich versuchen wir immer, Künstlern aus der Region eine Plattform zu bieten“, ergänzte Klement. In diese Sparte fällt unter anderem der Waldramer Dominik Halamek. Unter dem Motto „Noche Latino“ verspricht der mittlerweile weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Choreograf und Tänzer Halamek eine spektakuläre Show mit Überraschungseffekten. Auch die Musikschule Wolfratshausen zeigt auf der Flussbühne ihr Können.

Das Organisationsteam hält an vielem Altbewährten fest: „Alles was gut war, haben wir mitgenommen“, sagte Klement. Wenn die 500 überdachten Sitzplätze ausverkauft sind, gibt es zusätzlich noch sogenannte Rasenplätze. Klement: „2017 hatten wir über 6000 Besucher, für 2019 nehmen wir uns natürlich vor, diese Zahl zu toppen.“ Eine tragende Säule des Festivals sind die freiwilligen Helfer: „Einige von ihnen sind seit dem ersten Festival 2013 dabei, manche nehmen sich dafür sogar extra Urlaub. Deshalb sprechen wir mittlerweile nicht mehr von freiwilligen Helfern, sondern von der Flussfestival-Familie“, so Klement.

2017 endete das Flussfestival wie berichtet mit einem Defizit in Höhe von rund 220 000 Euro. Klement geriet ins Kreuzfeuer der Kritik von Stadträten und Bürgern. „Wir sind uns alle einig: Das Defizit ist zu hoch“, kommentierte Bürgermeister Heilinglechner das Minus seinerzeit.

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Auf die Frage, ob bei der Planung für 2019 der Rotstift angesetzt worden ist, antwortete der Rathauschef am Donnerstag: „Wir haben schon vorsichtig kalkuliert, auch Einsparpotenzial erkannt und dort eingegriffen. Im Rückblick auf 2017 wollen wir im nächsten Jahr dahingehend einiges verbessern.“ Konkret wurde Heilinglechner nicht, er legte aber Wert auf die Feststellung: „Kultur kostet eben auch ihr Geld.“

kof

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