Die Kreisklinik hat einen Nachfolger für den ausgeschiedenen Dr. Harald Rieger gefunden: Ein gebürtiger Wolfratshauser leitet künftig die Unfallchirurgie.
Wolfratshausen – Neue Personalie an der Wolfratshauser Kreisklinik: Dr. med. Kai Köster wird ab dem 3. Juni die Nachfolge von Dr. Harald Rieger als Leiter der Unfallchirurgie antreten. Rieger wechselte auf eigenen Wunsch an die Asklepios Stadtklinik (wir berichteten). Hubertus Hollmann, Geschäftsführer der Kreisklinik, ist froh, in dem gebürtigen Bayern so rasch einen „erfahrenen und kompetenten“ Ersatz gefunden zu haben: „Wir freuen uns sehr, dass Dr. Köster sich für uns entschieden hat.“
Der 43-jährige Köster kehrt mit seiner Entscheidung nicht nur nach Bayern, sondern direkt an seinen Geburtsort zurück. Den hatte er allerdings bereits als Kleinkind wieder verlassen, als seine Eltern, beide Biologen, zur Fortsetzung ihrer Arbeit nach Südamerika zurückgingen.
Obwohl in der Folge die Wohnorte wechselten – vom tropischen Regenwald über die kargen Galapagos Inseln bis hoch an die aktiven Vulkane der Anden – blieb Köster „das gepflegte Wolfratshausen als Ferienziel und Wohnort meiner Großeltern stets vertraut“. Später studierte er in Deutschland an der Mainzer Johannes-Gutenberg-Universität Medizin. Es folgte die Weiterbildung zum Unfallchirurgen in Köln. Hinzu kamen längere ärztliche Einsätze unter teils prekären Bedingungen in Südamerika und Westafrika.
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Mit Forschungen zur Malaria promovierte Köster später an der Eberhard-Karls-Universität in Tübingen. Seit 2007 arbeitet der Facharzt für Unfallchirurgie und Orthopädie am Klinikum in Bad Hersfeld, einem Krankenhaus der medizinischen Schwerpunktversorgung in Osthessen.
Warum der 43-Jährige nun an die Loisach zurückkehrt? Er möchte seine Erfahrung in der Behandlung von Erkrankungen oder Verletzungen der Knochen, Gelenke und Weichteile des Bewegungsapparates aller Altersgruppen an der von ihm „sehr positiv eingeschätzten Kreisklinik in Wolfratshausen“ einbringen. „Nach einer wahren Odyssee um die halbe Welt“, sagt er scherzend, „erhält das Krankenhaus nun denjenigen zurück, den es damals wortwörtlich auf die Welt gebracht hat.“
red
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