Es ist traurig: Der Storchennachwuchs im Nest auf dem Kloster Benediktbeuern hat die vergangene Regen- und Kälteperiode nicht überlebt.
Benediktbeuern – Alle vier Jungvögel sind tot. „Vermutlich hat der Regen einen Tag zu lange gedauert“, sagt Pater Karl Geißinger, Leiter des Zentrums für Umwelt und Kultur (ZUK). Die Jungvögel seien vom Regen in einem Entwicklungsstadium erwischt worden, in dem sich grade die Oberfedern ausbilden. Wenn dann das Unterkleid nass werde, würde es für die kleinen Störche einfach zu kalt. Wie in Benediktbeuern habe es auch im übrigen Bayern viele Küken erwischt, so der Pater. „Jetzt können wir nur hoffen, dass die Brut nächstes Jahr erfolgreicher ist“, sagt Geißinger. Sonst könnte es passieren, dass sich die Störche ein anderes Revier suchen.
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Für den kommenden Herbst plant das ZUK derweil, an der Beobachtungsstation am Fuchsbichl-Stadl ein weiteres Storchennest aufzustellen. „Das sollte dann weit genug vom Kloster entfernt sein, um ein weiteres Paar zum Brüten zu bewegen“, erklärt Geißinger. Obwohl Störche eigentlich gesellige Tiere seien, habe es bei den zwei nahe beieinander liegenden Nestern auf den Klosterdächern zuletzt so etwas wie Revierverhalten gegeben.
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Auch in Bichl wurden heuer Störche gesichtet. In der Nähe des Bahnhofs bauten sie ein Nest (wir berichteten). Geißinger vermutet, dass es sich dabei aber nur um ein Probenest gehandelt habe. „Das Storchenpaar testet erst einmal aus, wie die Bedingungen sind, um dann im nächten Jahr richtig zu brüten.“ (arp)
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