Straftaten in U-Bahn & Co.: Zahlen steigen – Polizei verzeichnet 2024 mehr Delikte als im Jahr zuvor
Tatsächlich steigt die Zahl der Delikte laut Polizeiangaben an. Dem Sicherheitsreport war zu Jahresbeginn zu entnehmen, dass die Beamten 2024 472 Gewalttaten im ÖPNV verzeichnet haben – das entspricht einer Steigerung um 18,9 Prozent gegenüber dem Jahr 2023. Auf Nachfrage der CSU/FW-Stadtratsfraktion im Münchner Rathaus erklärte das Kreisverwaltungsreferat (KVR) im Mai, dass 34,3 Prozent der Gewalttaten im Bereich der U-Bahn verübt worden seien.
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Die CSU will nun die Sicherheit erhöhen. Künftig soll in jeder U-Bahn ab 18 Uhr beziehungsweise auch an den Bahnhöfen Sicherheitspersonal sichtbar und ansprechbar sein. Dafür sollen Streifen des Kommunalen Außendiensts (KAD) und der U-Bahn-Wache zusammenarbeiten. Um die Personalsituation entsprechend einschätzen und gegebenenfalls aufstocken zu können, soll die Stadt auf Anfrage von CSU und Freien Wählern die Personallage bei KAD und U-Bahn-Wache darstellen.
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Straftaten im ÖPNV nehmen zu: CSU-OB-Kandidat will mehr Sicherheitskräfte in Zügen und an Haltestellen
„Jeder soll sich im Münchner ÖPNV sicher fühlen können“, sagt CSU-OB-Kandidat Clemens Baumgärtner. Bahnhöfe und Züge seien in der Regel kameraüberwacht. Das helfe bei der Aufklärung. „Für das subjektive Sicherheitsgefühl und die Abschreckung von Tätern helfen Kameras aber nur bedingt. Das beste Sicherheitsgefühl vermitteln Sicherheitskräfte, die im Zug mitfahren und im Ernstfall sofort einschreiten können.“ Abends und nachts müsse in jeder U-Bahn und an jedem Bahnhof mindestens eine Streife sichtbar sein. „Als Oberbürgermeister würde ich dieses Thema zur Chefsache machen. Denn nur eine sichere Stadt ist eine Stadt, in der man gerne lebt.“