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Andreas Baar- Wolfgang Schörner
Sebastian Tauchnitz
Ein schwerer Unfall ereignete sich am Montagabend auf der Bahnstrecke in Penzberg. Eine Person starb dabei, die 30 Bahninsassen wurden nicht verletzt, der Lokführer kam mit einem schweren Schock ins Krankenhaus.
Update vom 13. Dezember 2018:
In der Türkei gab es einen schweren Zugunfall. In Ankara sind zwei Züge kollidiert. Es gab auch zahlreiche Verletzte und auch Tote.
Update vom 12. Oktober 2018:
Schon wieder gab es einen Zugunfall. Ein Wagon eines ICE, der von Köln nach München unterwegs war, hat Feuer gefangen. 500 Insassen mussten evakuiert werden. Ersten Angaben zufolge gab es keine Verletzten.
Update, Dienstag, 17. Juli:
Wegen des schweren Zugunglücks bei Penzberg ging am Montagabend für drei Stunden nichts mehr auf der Bahnstrecke zwischen Seeshaupt und Kochel. Wie berichtet, war gegen 17.24 Uhr am Bahnübergang „Posten 10“ eine Person von der Regionalbahn aus Richtung Tutzing erfasst und getötet worden. Die Kripo ermittelt. Aussagen zum Unfallhergang machte die Polizei am Dienstag nicht. Der Lokführer erlitt bei dem Unglück eine schweren Schock. Er wurde von einem bahneigenen Kriseninterventionsteam betreut, teilt eine Sprecherin mit.
Im Einsatz war neben BRK und Polizei noch die Penzberger Feuerwehr mit 14 Kräften und vier Fahrzeugen gewesen. Die Helfer kümmerten sich um die rund 30 Fahrgäste, die die Vollbremsung zum Glück unbeschadet überstanden hatten. „Wir haben erst eine Sichtung vorgenommen“, erklärt Kommandant Christian Abt – um zu schauen, ob es Verletzte gab. Nachdem dies nicht der Fall war, mussten die Passagiere im klimatisierten Zug sitzen bleiben, damit die Polizei ihre Personalien aufnehmen konnte. Danach wurden die rund 30 Menschen ab 18.20 Uhr per Leiter aus dem auf freier Strecke stehenden Zug geholt. Der Feuerwehr hatte zuvor eine Durchsage gemacht. Die Evakuierung erfolgte durch eine Tür, die sich dank des Notfallmechanismus öffnen ließ. Die Leiter war allerdings nötig, weil sich der Ausstieg fast einen Meter oberhalb des Gleisbetts befand, erklärt Abt. Nach etwa einer 1,5 Stunden war der Zug geräumt. „Für uns war das kein Problem“, bilanziert der Kommandant. „Wir sind darauf geschult.“ Die Helfer geleiteten die Fahrgäste über einen eigens geschaffenen Trampelpfad zum nahen Radlweg. Dieser führt auf der einstigen Trasse der Güterzüge neben den Gleisen her. Panik unter den unfreiwilligen Fußgängern habe nicht geherrscht, so Abt. Die Bahn hatte eigens ihren Notfallmanager vor Ort.Das Unternehmen richtete zwischen Seeshaupt und Kochel einen Schienenersatzverkehr ein. Ab 20.20 Uhr lief der Bahnverkehr wieder an. Insgesamt fielen elf Züge aus oder fuhren nur auf Teilstrecken.
Update von Montag, 16. Juli 20.30 Uhr:
Der Zugverkehr auf der Strecke wurde wieder aufgenommen. Der Schienenersatzverkehr ist damit beendet.
Update von Montag, 16. Juli 19.26 Uhr:
Entgegen vorheriger Angaben - die unser Reporter vor Ort erhalten hat - korrigiert sich die Polizei in einem offiziellen Statement: Die Insassen des Regionalexpress seien unverletzt geblieben.
Wegen des Unfalls ist die Strecke zwischen Kochel und Seeshaupt weiterhin gesperrt. Die Züge aus Richtung Tutzing verkehren bis Seeshaupt und enden dort. Ein Schienenersatzverkehr mit Bus, zwischen Seeshaupt und Kochel, ist inzwischen eingerichtet.
Update von 19.26 Uhr:
Entgegen vorheriger Angaben - die unser Reporter vor Ort erhalten hat - korrigiert sich die Polizei in einem offiziellen Statement: Die Insassen des Regionalexpress seien unverletzt geblieben.
Wegen des Unfalls ist die Strecke zwischen Kochel und Seeshaupt weiterhin gesperrt. Die Züge aus Richtung Tutzing verkehren bis Seeshaupt und enden dort. Ein Schienenersatzverkehr mit Bus, zwischen Seeshaupt und Kochel, ist inzwischen eingerichtet.
Die Erstmeldung:
Penzberg - Um 17.24 Uhr wurde der Regionalexpress aus Richtung Tutzing am Bahnhof in Penzberg erwartet. Doch dort kam der Zug nie an. Einige hundert Meter vor dem Bahnhof erfasste die Lok eine Person, die sich im Gleisbereich aufhielt. Der Lokführer leitete nach ersten Angaben der Polizei Penzberg noch eine Notbremsung ein - zu spät. Die Person - noch ist unklar, ob es sich um einen Mann oder eine Frau handelt - wurde tödlich verletzt.
Die genauen Umstände des Unfalls sind derzeit noch völlig unklar. Erst rund 300 Meter hinter dem Bahnübergang am „Posten 10“ kam der Zug zum Stehen. Durch die Notbremsung wurden nach ersten Informationen alle 30 Bahninsassen leicht verletzt. Sie mussten dennoch rund 50 Minuten im Zug ausharren, bevor sie gegen 18.10 Uhr von der Freiwilligen Feuerwehr Penzberg mit Leitern aus dem Zug geholt und anschließend zum Bahnhof geführt werden konnten.
Rettungskräfte kümmerten sich um die Verletzten. Der Lokführer erlitt bei dem Unfall einen schweren Schock und wurde umgehend ins Krankenhaus eingeliefert.
Die Zugstrecke zwischen Tutzing und Kochel am See ist seitdem komplett gesperrt. Die Polizei, die mit elf Beamten aus Penzberg, Weilheim und von der Bundespolizei vor Ort im Einsatz ist, hat die Unfallstelle abgeriegelt und sichert momentan die Spuren. Noch ist unklar, ob ein Schienenersatzverkehr eingerichtet ist.
Die Freiwillige Feuerwehr Penzberg war mit insgesamt 14 Mann und vier Fahrzeugen, das BRK mit zehn Mann und fünf Fahrzeugen und die Polizei mit insgesamt elf Beamten vor Ort.
Der betroffene Bahnübergang liegt am „Posten 10“ im südwestlichen Bereich von Penzberg-Steigenberg direkt angrenzend an ein Wohnviertel. Er liegt allerdings nicht an der Umleitungsstrecke, die wegen der Bauarbeiten auf der B472 zwischen Sindelsdorf und Bad Heilbrunn durch Penzberg führt. Das bedeutet, dass der überörtliche Autoverkehr weitestgehend normal fließt.
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