14 Stunden Wartezeit? Notaufnahmen in Bremen in Silvester-Sorge

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Die Notaufnahmen in Bremen rüsten sich für die Silvester-Nacht.
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Die Lage in den Kliniken in Bremen bleibt aufgrund der Krankheitswelle angespannt. An Silvester droht eine anstrengende Nacht für Personal und Patienten in den Notaufnahmen.

Bremen – Endlich wieder Feuerwerk, endlich wieder Silvester feiern ohne angezogene Handbremse: Das werden sich viele Bremerinnen und Bremer denken, wenn sie an die bevorstehenden Feierlichkeiten zum Jahreswechsel 2022/23 denken, gerade bei der angekündigten Rekord-Wärme. Doch denjenigen, die derzeit in den Bremer Kliniken Dienst schieben, steht eine der wohl stressigsten Nächte des Jahres bevor. Denn der Klinikverbund Gesundheit Nord (Geno) erwartet silvesterbedingt erhöhte Unfallzahlen.

Das sagte Geno-Sprecher Rolf Schlüter im Gespräch mit buten und binnen. „Wir haben Urlaubszeit, wir haben eine Infektionswelle, die auch relativ heftig ist in Bremen, und wir haben dazu eben noch Corona, das nach wie vor eben nicht im Krankenhaus verschwunden ist, sodass wir eben aus drei Komponenten Ausfallzeiten haben. Die Personaldecke ist dünn und wir rechnen eben halt mit etwas erhöhten Unfallzahlen, da spielen dann die Böller wieder hinein, sodass wir uns große Sorgen machen.“

Notaufnahmen in Bremen erwarten erhöhte Unfallzahlen wegen Silvester-Feiern

Den Feiernden wolle er das Feiern aber nicht verbieten, da es absolut in Ordnung und richtig sei, Silvester zu feiern – allerdings vorsichtig und verantwortungsvoll. Dabei bezieht sich Schlüter besonders auf den Alkoholkonsum, denn auch in den weitestgehend feuerwerkfreien Silvester-Jahren 2020 und 2021 strömten viele Menschen in die Notaufnahmen, die betrunken Unfälle hatten oder in Schlägereien verwickelt waren. Deshalb hat auch die Stadt Bremen böllerfreie Zonen eingerichtet, etwa an der Schlachte.

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Und der Geno-Sprecher stellt die Bevölkerung bereits auf mögliche erhöhte Wartezeiten in den Notaufnahmen ein: „Im Krankenhaus wird nicht nach Reihenfolge behandelt, sondern nach Priorität.“ Demnach gebe es Situationen, in denen Patienten „14 Stunden und länger“ in der Notaufnahme seien, „einfach weil in der Zeit immer wieder schwere Unfälle kommen“. Wegen der angespannten Lage hatte sich die Geno zuletzt auch gegen schnelle Corona-Lockerungen ausgesprochen.

Wer also nicht schwer verletzt ist, der braucht entweder Geduld, oder wendet sich unter der Telefonnummer 116 117 an den ärztlichen Bereitschaftsdienst.

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