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Feststimmung in der Innenstadt: Weihnachtsmarkt, „Schlachte-Zauber“ & Co. sorgen einmal mehr für vorweihnachtliches Spektakel. Die Marktplatz-Tanne steht schon.
Bremen – Schon Spekulatius probiert oder gar Glühwein? Nun wenige Male werden wir noch wach, dann gibt es kein Halten mehr: Bremens weihnachtliche Märkte öffnen. Alle Jahre wieder gelten sie als beliebte Attraktionen für Besucher aus der Region – und auch für Touristen, von denen etliche in Bussen anreisen. Glühwein und Glitter in der festlich beleuchteten Welterbe-Kulisse von Rathaus und Roland, diese Kombination kommt an.
Die Polizei kommt auch, Sicherheit ist bei Großveranstaltungen ein zentrales Thema. Der im Spätsommer auf dem Hillmannplatz in der Innenstadt (der sich damals zu einen Kriminalitätsschwerpunkt entwickelt hatte) aufgestellte Polizeicontainer wird zum Weihnachtsmarkt verlegt. Sicher ist sicher.
Der traditionelle Weihnachtsbaum steht schon auf dem Marktplatz, auf seinem Stammplatz am Haus der Bürgerschaft – geschmückt mit (mutmaßlich leeren) Geschenkpaketen sowie Glocken und Stadtmusikanten. Der Weihnachtsmarkt rund um Roland und Marktplatz, er beginnt am Montag, 25. November. Und er dauert bis zum 23. Dezember. Die Öffnungszeiten: Sonntag bis Donnerstag 11 bis 20.30 Uhr, Freitag und Sonnabend 11 bis 21.30 Uhr – und damit ab diesem Jahr an diesen Tagen eine halbe Stunde länger, wie die Einzelhandelsvereinigung City-Initiative fröhlich verkündet.
Am Anfang steht ein Gottesdienst im Bremer Dom
Kulinarisches, Kunsthandwerk, Karussells, das ist hier einmal mehr die weihnachtliche Mischung. Apropos – es gibt da ja noch so eine religiöse Komponente. Der Weihnachtsmarkt, er beginnt am 25. November mit einem Eröffnungsgottesdienst im Bremer Dom (16 bis 17.30 Uhr) – mit Pastorin Ingrid Witte und der Mädchenkantorei unter der Leitung von Jié Hu. Nach dem Gottesdienst wird der große Tannenbaum am Haus der Bürgerschaft eingeschaltet. Dann erst geht der Bremer Weihnachtsmarkt so richtig los. Sonnabends spielen die Turmbläser auf dem Rathausbalkon (ab 18 Uhr); donnerstags schickt das Team von „Stelzen-Art“ winterliche Phantasiewesen über den Markt (18 bis 20 Uhr).
Und auch an der Schlachte geht‘s hoch her. Einmal mehr präsentiert sich der „Schlachte-Zauber“ mit seiner Kombination aus Freibeuterdorf und Mittelalter-Brimborium, eisblauem Licht und Budenzauber im Skihütten-Style – wie der Weihnachtsmarkt im Zeitraum 25. November bis 23. Dezember. Auch der „Schlachte-Zauber“ öffnet nach Angaben der City-Initiative sonntags bis donnerstags in der Zeit von 11 bis 20.30 Uhr sowie freitags und sonnabends von 11 bis 21.30 Uhr.
„Winterwald“ und „Weihnachtshäuschen“
Zum richtigen Rundlauf durch die Innenstadt wird das Treiben durch einige weitere weihnachtliche Zauberorte – so zum Beispiel am Ansgarikirchhof, wo die Einzelhändler vor der historischen Fassade der Handwerkskammer wieder einen „Winterwald“ mit Holzhütten, 3D-Lichtertieren und effektvoll beleuchteten Weihnachtsbäumen aufbauen. Der „Winterwald“ bleibt sogar bis zum 5. Januar 2025.
Er beginnt ebenfalls am 25. November – wie auch der Zauber in der Lloyd-Passage, der nicht mehr „Weihnachtsmarkt“ genannt wird. Stattdessen ist nun von „Weihnachtshäuschen“ die Rede, die sich bis zum 30. Dezember durch die Passage ziehen, durch das Glasdach schön vor Wind und Wetter geschützt. „An den Ständen gibt es Geschenkideen, Spezialitäten, Crêpes, Poffertjes, Glühwein und Punsch“, so eine Sprecherin. Die Öffnungszeiten in der Passage: Montag bis Donnerstag 11 bis 20 Uhr, Freitag und Sonnabend bis 22 Uhr, Sonntag 12 bis 19 Uhr; Heiligabend 10 bis 14 Uhr.
Und außerhalb der Innenstadt? Ist auch was los! Bereits geöffnet hat etwa das gemütliche „Findorffer Winterdorf“ im Jan-Reiners-Park (Fürther Straße), das bis etwa Ende Januar bleibt. Mit der diesjährigen Bremer Trecker-Lichterfahrt (Sonntag, 8. Dezember) fällt der Weihnachtsmarkt im Dorfkern von Borgfeld (5. bis 8. Dezember) zusammen.
Rubriklistenbild: © Thomas Kuzaj


